Panostitis

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Panostitis

Beitrag  Boxermaus am So 3 Aug 2014 - 15:19

Boxermaus am Mo 10 Mai 2010 - 12:08

Zitat (fettdruck etc. durch boxermaus)

Panostitis ist eine Krankheit der langen Röhrenknochen.

Pan steht für "generalisierte",
Os steht für Knochen und
die Endung -itis steht für eine Entzündung.

Diese Knochenentzündung tritt während der Wachstumsphase der Hunde auf.

In der Regel trifft es junge, grosse bis sehr grosse Hunde im Wachstumsalter...
Hunde, die an Panostitis leiden, sind meistens im Alter zwischen 5 von18 Monaten. Vereinzelte Fälle wurden bis ins Alter von 5 Jahren beschrieben.
Bei Hündinnen tritt die Krankheit deutlich seltener auf, und erste Symptome fallen häufig mit dem Auftreten der 1. Läufigkeit zusammen.

So trifft es Hunde voller Aktivität und voller Flausen, die dann plötzlich zu hinken beginnen, ohne dass ein Grund für eine Verletzung beobachtet werden konnte.

Manchmal wollen aber auch bewegungsfreudige Hunde einfach nicht mehr gerne spazieren gehen. In extremen Fällen liegen die Hunde zu Hause auf dem Rücken und strecken alle vier Beine von sich, weil sie an allen Vieren starke Schmerzen haben und nicht mehr wissen, auf welches Bein sie stehen sollen.

Mitunter ist die Krankheit begleitet von Fieber, Apathie und Appetitlosigkeit.

Panostitis kann sich auf ein Bein beschränken, oder aber es kann mehrere Läufe treffen. Manchmal kommt es bei einem Bein vor und springt später auf ein anderes Bein. Das Ausmass der Krankheit ist ganz verschieden und die Hunde hinken unterschiedlich stark. In der Regel tritt es plötzlich auf und wird über mehrere Tage immer schlimmer. Die akute Phase dauert in der Regel um die drei Wochen. Die Entzündung nimmt dann ab, kann aber wieder erneut aufflammen, am selben Bein oder an einem anderen. So kann der gesamte Krankheitsverlauf eine Woche bis zu mehreren Monaten andauern. Die Krankheit verschwindet meist wieder so, wie sie gekommen ist.

Die Hunde haben keine bleibenden Schäden infolge dieser durchgemachten Knochenentzündung.
Folglich ist die Prognose der Krankheit gut.



Ursache....
.... Faktoren wie das schnelle Wachstum bei den betroffenen Rassen und eine falsche Ernährung, wie zu viel Energie und zu viel Calcium im Futter, wird zur Zeit immer mehr als Ursache betrachtet


Behandlung .....
.... Mit der richtigen Fütterung kann man vorbeugen
Da die Ursache unbekannt ist, gibt es auch keine Möglichkeit zur Prophylaxe, damit Panostitis nicht entstehen kann. Grundsätzlich empfehlen wir, dass die jungen Hunde in der Entwicklung nicht zu dick sind.
Das Futter sollte den Bedürfnissen der wachsenden Hunde entsprechen.

Häufig bekommen die Hunde ein Futter mit zuviel Fett (Energie), zuviel Protein und zuviel Calcium.
Studien belegen, dass übergewichtige junge Hunde häufiger Wachstumsstörungen am Skelettsystem haben gegenüber Hunden, die während dem Wachstum eher schlank und in Form gehalten werden.

Zitatende


Hier z.B. weiter lesen:
Quelle:
http://www.kleintiermedizin.ch/hund/panostitis/index.html

Die Albert-Heim-Stiftung
http://www.albert-heim-stiftung.ch/forschung/forschungsergebnisse.html



Zitat aus
http://www.rottweiler-schweiz.ch/krankheit2.htm

Die generalisierte und sehr schmerzhafte Knochenentzündung «Panostitis» ist eine Junghundeerkrankung, deren Ursache, Entstehung und Entwicklung auch heute noch weitestgehend unbekannt ist.

Von der Krankheit betroffen sind vor allem frohwüchsige und temperamentvolle mittelgrosse bis grosse Rassenvertreter

Durch den anabol wirkenden (aufbauenden) Effekt einer energetisch überschüssigen und eiweissreichen Fütterung wird bekannterweise das Körperwachstum, im Rahmen der genetischen Veranlagung, schon im frühesten Welpenalter beschleunigt.

Das dadurch entstehende relative Übergewicht und die wachstumsbedingte Verlängerung der Knochen, die als funktionelle Hebelarme wirken, wie auch die ebenfalls vermehrte Muskelbildung führen, auf Grund geltender physikalischer Gesetze, zur erhöhten Belastung und Beanspruchung des noch jugendlichen, sich in Entwicklung befindenden und noch unfertigen Skeletts.

So führen übermässig einwirkende Kräfte (Spitzen belastung = Masse x Beschleunigung) als so genannte «formative Reize» durch vermehrten Einbau von Knochenbälkchen zur fokalen Knochenverdichtung und «Knochenverstärkung» (Sklerose).

Dadurch werden die vaskulären Verhältnisse (lokale Knochendurchblutung und -ernährung) dermassen verschlechtert, dass ebenfalls verschiedene andere Skelettentwicklungsstörungen, wie auch Knochen- und Gelenkserkrankungen (Gelenk-Dysplasien, « Hypertrophe Osteodystrophie», die «Craniomandibuläre Osteoarthropathie», Osteochondrosen, andere durchblutungsbedingte Erkrankungen wie aseptische Oberschenkel-, Oberarmkopfnekrose etc.) entstehen oder zumindest durch das Geschehen beeinflusst werden können....
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