Angst / Stress - Hund und Katze -

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Angst / Stress - Hund und Katze -

Beitrag  Boxermaus am Do 10 Jan 2013 - 15:37

Zitat:

Typische Stress und Angst bedingte Symptome beim Hund sind :
•Vermindertem Spiel- und Erkundungstrieb Gesteigerte oder herabgesetzte
•Interaktion mit Menschen und anderen Tieren Zutraulichkeit nimmt ab
•Unruhe, Nervosität
•Hecheln
•Vermehrtes Bellen, Knurren oder Jaulen Schwitzen an den Pfoten
•Agressionsverhalten
•Angstbeißen
•Zerstörungswut
•Verändertes Fressverhalten (gesteigerte Nahrungsaufnahme oder auch Appetitlosigkeit)
•Speicheln
•Erbrechen
•Unkontrolliertes Urinieren oder gar Kotabsetzen
•Schlafstörungen
•Exzessives Putzverhalten
•Benagen von Krallen, Pfoten oder Schwanz
•Geweitete Pupillen
•Vermehrtes Auftreten von Angst- und Fluchtverhalten sowie Unterwürfigkeitsgesten
•Hängende Ohren und Rute


Anhaltende Stress- und Angstzustände können Folgen für die Gesundheit haben
Nicht nur Menschen leiden an den Folgen von Stress. Auch an unseren Haustieren geht dieses Phänomen nicht spurlos vorbei. Anhaltende Stress- und Angstzustände führen bei Hund und Katze zu Verhaltensänderungen und – langfristig auch zu Verhaltensproblemen, die sogar mit schwerwiegenden Organerkrankungen einhergehen können. Stress und Angst können bei Hund und Katze zahlreiche Ursachen haben. Viele solch möglicher Auslöser werden von den Tierhaltern jedoch gar nicht als solche wahrgenommen, da sie auf sie viel zu unscheinbar wirken.


Verhaltensstörungen sind für Tierhalter schwer zu erkennen
Das gleiche gilt für stress- oder angstbedingte Verhaltensänderungen oder –störungen. Erst wenn Verhaltensstörungen wie z.B. Unsauberkeit oder Aggressionen das Zusammenleben von Mensch und Tier beeinträchtigen und erschweren oder in Folge von anhaltendem Stress bzw. Angst sogar Organerkrankungen auftreten, wird dem Verhalten des Tieres mehr Beachtung geschenkt und sein Leiden erkannt.

Herkömmliche Behandlungen sind langwierig und können Nebenwirkungen haben
Um das Tier von seinem Leiden zu erlösen und sein Wesen zu bewahren, müssen die Ursachen gefunden und beseitigt werden. Dies ist in der Regel eine langfristige Aufgabe, die nicht selten die Veränderung der Umgebung und eine sehr zeitintensive Verhaltenstherapie mit sich bringt.
Schnellere Wirkung zeigen dagegen beruhigende und angstlösende Arzneimittel, so genannte Psychopharmaka, die allerdings eine ganze Reihe von unerwünschten Nebenwirkungen mit sich bringen können.
Weiterhin kann eine Behandlung mit Pheromonen und Naturprodukten versucht werden.

α-Casozepin besitzt eine beruhigende Wirkung
Die Firma Intervet hat sich diesem Problem mit einem Ergänzungsfuttermittel (Zylkène®) angenommen, das das Caseinhydrolysat α-Casozepin enthält.
α-Casozepin ist ein Extrakt, aus dem Milcheiweiß Kasein, welches durch Hydrolyse von Magermilch gewonnen wird und natürlicherweise von Neugeborenen und Säuglingen während der ersten Lebenswochen aus der Muttermilch gewonnen wird.
Mit zunehmendem Alter geht diese Fähigkeit nach und nach verloren.
Das α-Casozepin aus der Muttermilch hat nachweislich eine beruhigende Wirkung auf den Organismus.
Zylkène® macht sich diesen natürlichen Effekt zu nutze.
Studien und Erfahrungen mit dem Ergänzungsfuttermittel Zylkene zeigen eine nachweisliche Besserung der unterschiedlichsten Verhaltensstörungen von Hund und Katze.


Wirkmechanismus
α-Casozepin bindet an die so genannten γ-Aminobuttersäure A (GABA-A) - Rezeptor im zentralen Nervensystem (ZNS), wodurch ebenso wie bei den häufig als Beruhigungsmittel eingesetzten Benzodiazepinen (Psychopharmaka) die angstlösende Wirkung erklärt wird. Die Wirkung ist daher ähnlich der eines Benzodiazepins, jedoch ist der Wirkmechanismus ein anderer.

GABAA ist ein Botenstoff des zentralen Nervensystems, der eine hemmende und somit beruhigende Wirkung hat, wenn er an die GABAA–Rezeptoren bindet.
GABAA ist wichtig für ein gesundes Gleichgewicht zwischen Anregung/Erregung und Hemmung/Beruhigung. Bei zu starker Erregung kommt es zu Unruhe, Angst, Schlaflosigkeit und Aggression. Bei zu schwacher Anregung treten Koma, Depression, Sedation und Schlafsucht auf.

Gute Verträglichkeit, keine Nebenwirkungen von Benzodiazepinen sind Sedation, Aggression, Gedächtnis- und Wiedererkennungsverlust sowie überschießende Reaktionen. Beim α-Casozepin treten diese Nebenwirkungen dagegen nicht auf, da es sich nur an einen Teil der GABAA–Rezeptoren bindet. Untersuchungen zeigen, dass α-Casozepin die Angst in ähnlicher Weise reduziert wie Diazepam (Tranquilizer) und zwar um mehr als die Hälfte auf 44,7 Punkte. α-Casozepin wirkt außerdem nachweislich krampflösend. Auch beim Menschen konnte eine Reduktion des Blutdrucks und der Kortisolkonzentration durch die orale Gabe des Hydrolysats in physischen und psychischen Stresssituationen gemessen werden.

α-Casozepin ist:
•Gut verträglich (Nebenwirkungen sind nicht bekannt)
•Sehr Schmackhaft (sehr große Akzeptanz bei Katzen)
•Hypoallergen
•Lactosefrei
•Frei von Konservierungsmitteln

Zylkène® kann alleine angewendet werden oder in Kombination mit einer Verhaltenstherapie.
Sollten die Ursachen für die Angst/Stress in der Umgebung des Tieres zu finden sein, ist die Veränderung der Umgebung ein möglicher Ansatz, dem Tier seine Angst zu nehmen.

Verabreichung/ Dosierung
Zylkène® gibt es in der Tierarztpraxis. Das wasserlösliche Pulver befindet sich in Kapseln aus Hartgelatine, die lediglich geöffnet und unter das Futter gemischt werden müssen. Das Pulver von Katzen sehr gut angenommen. Die Kapsel kann jedoch auch als ganzes verabreicht werden.

ergänzung boxermaus: "Die Dosierungen finden sich im Link, je nach Körpergewicht und Kapselinhalt (75 mg- 225 mg- 450 mg)"


Bei vorhersehbaren Stress- und Angstsituationen wie Tierpension, Verreisen oder Umzug, empfiehlt es sich, Zylkène® mindestens 1-2 Tage vor dem erwarteten Stress-Ereignis zu geben.

Bei langfristigen Stressproblemen sollte Zylkène® zunächst für eine Zeit von 1 - 2 Monaten gegeben werden, wenn nötig aber auch länger.

Eine lebenslange Gabe ist möglich.


Quelle:
http://www.vetion.de/focus/pages/index.cfm?focus_id=84

http://www.intervet.de/produkte/zylkene/zylkene.asp41111111111111111111111111


Zuletzt von Boxermaus am Do 10 Jan 2013 - 15:51 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Re: Angst / Stress - Hund und Katze -

Beitrag  Boxermaus am Do 10 Jan 2013 - 15:48

Folgendes bekomme ich immer wieder von HH zu hören, bzw. noch immer zu in Zeitungen etc. zu lesen:

Ignorieren Sie Ihren Hund, wenn er Angst hat, trösten Sie ihn keinesfalls.
Trösten würde dem Tier zeigen, dass seine Angst berechtigt ist.


Zitat:

Und so handeln viele Hundehalter gegen ihre Intuition und kümmern sich nicht um ihr Tier in den Stunden seiner Not.

In der Verhaltensbiologie gibt es für das Phänomen des Tröstens einen Fachausdruck, Social Support!

Das bedeutet “Soziale Unterstützung” und ist eines der Kriterien für kooperatives Verhalten in Gruppen.

Menschen zeigen dieses Verhalten, aber auch viele andere Tiere, die in Gruppen leben, sind dazu fähig, geben und holen sich Social Support.

Social Support bedeutet, Gruppenmitgliedern in stressenden Situationen durch körperliche Nähe und Zuwendung zu helfen.

Körperliche Nähe und Zuwendung durch Bindungspartner senkt Blutdruck, Herzfrequenz und Spiegel der Stresshormone, und hilft, beängstigende Situationen besser zu bewältigen.

Würde Social Support zu einer Verschlimmerung von Angstzuständen führen, hätte sich dieses sozio-positive Verhalten im Verlauf der Entwicklungsgeschichte nicht erhalten können!

Keine Gruppe kann es brauchen, dass ihre Mitglieder immer ängstlicher werden.

Hundehalter sollten sich am Wissen über Sozialverhalten orientieren und ihren Tieren ausreichend Social Support geben, um ihnen durch die stressende Silvesterzeit zu helfen.

Alles, was den Hund wirklich entspannt, ist Social Support und damit erlaubt.

Ignorieren oder gar Wegschicken beschädigen die Beziehung zwischen Mensch und Hund, und sind darüberhinaus auch noch asozial!

Quelle:Dr. Ute Blaschke-Berthold, 2011
www.cavecani.de/wissenswertes/hund-angst-nie-troesten-ammenmaerchen
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Re: Angst / Stress - Hund und Katze -

Beitrag  Wegwarte am Do 10 Jan 2013 - 17:50

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