Dr.med.vet. Vera Biber - BARF /BARFEN -

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Dr.med.vet. Vera Biber - BARF /BARFEN -

Beitrag  Boxermaus am Di 22 Nov 2011 - 12:12

Zitat:

Warum plädieren Sie dafür, Hunde oder Katzen im Wesentlichen mit rohem Fleisch zu ernähren, also zu barfen?

Ich plädiere dafür, weil der Darm der Tiere darauf eingestellt ist und nicht auf gekochtes Futter, ob es nun angeblich alle lebensnotwendigen Zutaten enthält oder nicht.

Beim Barfen kennt man die Zutaten...

Ich habe vor 10 bis 15 Jahren durch Barfen viele spektakuläre Erfolge und Genesungen bei allergischen und verhaltensgestörten Hunden gesehen, die grenzten fast ans Wunderbare.

... unsere Nahrungsmittel immer mehr verfälscht und vergiftet, andererseits haben manche Hunde schon starke Darm- und Bauchspeicheldrüsenstörungen und vertragen kaum noch ein Nahrungsmittel.


Quelle und zum weiterlesen:
http://www.wdr.de/tv/tieresucheneinzuhause/sendungsbeitraege/2011/1120/01_interview_dr_vera_biber.jsp
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Re: Dr.med.vet. Vera Biber - BARF /BARFEN -

Beitrag  LauMa am Mo 9 Mai 2016 - 12:05

Hier der Wortlaut des Interview mit Dr. Vera Biber aus der Sendung Tiere suchen ein Zuhause (WDR Fernsehn) vom 20.11.2011

„Spektakuläre Erfolge mit Barfen“
Interview zwischen WDR und Dr. med. vet. Vera Biber

Dr. med. vet. Vera Biber hat 15 Jahre als Tierärztin gearbeitet und einige Zeit ein Kleintierzentrum mitDiätfutterladen, Tierpension und Hundesalon betrieben. In ihren Büchern „Allergien beim Hund“, „Futterprobleme bei Hunden“ und „Hilfe, mein Hund ist unerziehbar“ räumt sie der Ernährung einengroßen Stellenwert bei der Behandlung von Allergien- und Verhaltensstörungen ein. Wir haben Dr. med. vet. Biber im folgenden Interview zur Barf-Methode, also dem Füttern mit biologisch artgerechtem rohen Futter, befragt.

Wann haben Sie angefangen, sich mit Ernährung als Therapie zu beschäftigen?
Das war Ende der 90er-Jahre, als ich ein hyperaktives Kind hatte. Mein Sohn vergaß selbst die Belohnungen oder positiven Dinge wie Kindergeburtstage. Ich stellte fest, dass er dann besonders unaufmerksam war, wenn er bestimmte Sachen gegessen hatte. Zeitgleich hatte ich in meiner Hundezucht eine Hündin, die nicht zu erziehen war. Plötzlich machte es „klick“ in meinem Kopf, und ich sah die Gemeinsamkeiten zwischen beiden Fällen. Dann stellte ich die Ernährung meines Sohnes und die der Hündin um. Plötzlich kam bei beiden wieder etwas an, sie lernten von selbst, ohne dass ich etwas tun musste. Bei meinem Sohn sind die Symptome zu 80 Prozent verschwunden, mehr verschwindet auch mit Ritalin nicht. Die Hündin hat sich super entwickelt, blieb aber ernährungsempfindlich.

Sie schreiben, Hunde seien die am meisten von Allergien betroffenen Haustiere. Warum?
Weil sie als Zivilisationsfolger am menschenähnlichsten leben, anders als viele Katzen oder Pferde, die doch oft noch einen Großteil ihres Lebens draußen verbringen. Der Hund lebt hauptsächlich in den Innenräumen, zusammen mit Menschen, und viele Allergien sind Innenraumkrankheiten.

Warum hilft es Ihrer Ansicht nach auch dann, die Ernährung umzustellen, wenn der Kontakt mit Allergenen zum Beispiel in Innenräumen nicht zu vermeiden ist?
Allergie hat immer mit dem Immunsystem zu tun, es ist ja eine Überreaktion des Immunsystems. Unser Immunsystem sitzt hauptsächlich im Darm und in den Entgiftungsorganen. Diese muss ich entlasten, und dann kann ich auch unter Umständen einer Allergie Herr werden. Ich sage unter Umständen, weil unsere Umwelt immer vergifteter wird.

Warum plädieren Sie dafür, Hunde oder Katzen im Wesentlichen mit rohem Fleisch zu ernähren, also zu barfen?
Ich plädiere dafür, weil der Darm der Tiere darauf eingestellt ist und nicht auf gekochtes Futter, ob es nun angeblich alle lebensnotwendigen Zutaten enthält oder nicht. Beim Barfen kennt man die Zutaten und kann einzelnen Nahrungsmitteln allergische Symptome zuordnen. Das geht mit Fertigfutter nicht, auch nicht mit Diätfutter aus der Dose oder Tüte. Ich habe vor 10 bis 15 Jahren durch Barfen viele spektakuläre Erfolge und Genesungen bei allergischen und verhaltensgestörten Hunden gesehen, die grenzten fast ans Wunderbare. Es gibt diese Erfolge heute noch, aber sie sind seltener geworden. Einerseits werden unsere Nahrungsmittel immer mehr verfälscht und vergiftet,  andererseits haben manche Hunde schon starke Darm- und Bauchspeicheldrüsenstörungen und vertragen kaum noch ein Nahrungsmittel.

Es heißt, die Disposition zur Allergie werde vererbt. Dann wären doch die Gene Schuld und nicht Umweltgifte und Fehlernährung, oder?
Fertignahrung für Mensch und Tier ist erst seit einem halben Jahrhundert üblich. Das ist ein sehr kurzer Zeitraum verglichen mit den vielen Hunderttausend Jahren, in denen sich Mensch und Tier entwickelt haben. In diesem kurzen Zeitraum hat sich in puncto Allergien unheimlich viel getan. Jüngere Menschen haben bekanntermaßen häufiger Allergien als alte Menschen, es können also nicht alle ihre Allergien geerbt haben. Andererseits zeigt das neue Forschungsfeld der Epigenetik, dass die Umwelt, zu der als Allerwichtigstes die Ernährung gehört, unsere Gene und über die Gene unseren Stoffwechsel beeinflusst. Von daher ist es für mich logisch, dass Dispositionen für Allergien von einer Generation zur nächsten vererbt werden. Bei Hunden fällt das eher auf, weil diese noch mehr am Ende der Nahrungskette stehen und nur ein Siebtel so lange leben wie wir.

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Re: Dr.med.vet. Vera Biber - BARF /BARFEN -

Beitrag  LauMa am Mo 9 Mai 2016 - 12:32

Dr. Vera Biber – „Der Heiler ist zum Händler geworden“
Interview auf Düsseldogs - Das Hundemagazin für Düsseldorf und Umgebung
https://www.duesseldogs.de/interview-dr-vera-biber-der-heiler-ist-zum-handler-geworden/

Die Tierärztin Dr. Vera Biber geht mit ihren Kollegen kritisch ins Gericht. Sie prangert in ihren Büchern und im nachstehenden Gespräch die inflationäre Gabe von Kortison und Antibiotika ebenso an, wie die Abhängigkeit der Veterinäre von den großen Futtermittelkonzernen. Sie selbst plädiert als Tiermedizinerin und als Züchterin für eine naturnahe Ernährung mit Frischfleisch. Dr. Bibers Offenheit kommt naturgemäß bei Tierärzten nicht gut an, auch wenn es durchaus Veterinäre gibt, die ihr hinter vorgehaltener Hand Recht geben.

Sie führen die Zunahme an Allergien, ADS und Hyperaktivität bei Hunden auf eine denaturierte Ernährung zurück. Was muss sich im Umgang mit dieser Thematik bei Ihren Kollegen Ihrer Meinung nach ändern?

„Ich muss gestehen, dass ich mit den Kollegen im Moment große Probleme habe. Ein Kollege hat mich bei der Tierärztekammer angezeigt. Ich soll Strafe zahlen und bin inzwischen gezwungen vorsichtig mit meinen Äußerungen sein. Mir wurde unterstellt, Kollegen denunziert zu haben, weil ich geschrieben habe: ‚Zu Risiken und Nebenwirkungen von Industriekost fragen Sie besser nicht Ihren Tierarzt, denn er weiß es vermutlich nicht’. Dieses vermutlich indiziert ja eigentlich, dass es auch Veterinäre gibt, die sich mit der Thematik beschäftigt haben. Ein Beispiel dafür ist der Pansen-Express, den ein Tierarzt gegründet hat und mit dem ich auch Kontakt hatte. Der Heiler ist leider immer mehr zum Händler geworden. Soll heißen, viele Tierärzte raten ihren Kunden als Diätfutter heute nur noch zu Dosen und Tüten. Das bringt es aber einfach nicht. Abgesehen davon, dass es recht teuer ist und den Hundehalter als Käufer an bestimmte Marken bindet, weil er annimmt, nur so werde sein Hund gesund. In vielen Fällen kann das sogar helfen, weil zufällig in diesem Futter ein bestimmter allergener Stoff, auf den der Hund vorher reagiert hat, nicht mehr enthalten ist. Doch es ist einfach keine Dauerlösung und die eigentliche Ursache für die Allergie ist auch nicht gefunden. Da Fertigfutter ja aus einer Vielzahl verschiedener Stoffe hergestellt wird, kann der Hundebesitzer nicht den Bestandteil herausfiltern, der Allergie auslösend wirkt.
Meiner Meinung nach ist das Prinzip Rohfütterung richtig. Wenn 80 Prozent aller Krankheiten durch Futter direkt oder indirekt ausgelöst worden sind, kann ich auch 80 Prozent dieser Erkrankungen über die Ernährung vielleicht nicht völlig heilen, aber doch zumindest sehr stark in den Symptomen einschränken. Ich kann den Tierhaltern nur empfehlen, sich einen auf Ernährung spezialisierten Tierarzt zu suchen. Die gibt es aber leider nicht so häufig.“

Gibt es denn keine Kollegen, die mit Ihnen einer Meinung sind und Ihre Aufklärungsarbeit unterstützen könnten?
„Doch natürlich gibt es die durchaus. Einige von ihnen haben auch schon mal was vom Barfen gehört und wenn sie nicht weiterkommen in einem Fall, ziehen sie eine Ernährungsumstellung auch in Betracht, manchmal schicken sie ihre Patienten sogar zu Tierheilpraktikern, die sich aufs Barfen spezialisiert haben. Andererseits muss ich sagen, dass die meisten Tierärzte immer noch vor Rohfutter warnen, sich dann aber wundern, wenn der Hund nach Futterumstellung gesund geworden ist, trotz ihrer schlechten Prognose. Ich habe in den 70er Jahren studiert. Wenn ich heute die jungen Kolleginnen und Kollegen höre, dann bin ich entsetzt, dass immer noch mit riesigen Mengen Kortison und Antibiotika gearbeitet wird, obwohl die negativen Nebenwirkungen bekannt sind. Ich frage mich wirklich, was hat sich in der Medizin überhaupt in den letzten 40 Jahren verbessert? Und ich komme zu dem Schluss, nicht so furchtbar viel!
Was auch mit der Fortbildung von Tierärzten zu tun hat. Denn die Fortbildung für Diätetik findet ja ausschließlich in Zusammenarbeit mit den großen Futtermarken wie Hills, Waltham, Masterfoods etc. statt Schließlich wollen die ja ihre Produkte verkaufen. Um das ganz klar zu stellen: Die Produkte sind nicht per se schlecht, sie helfen auch. Aber zum einen sind sie sehr teuer und zum anderen beheben sie die eigentliche Ursache nicht, denn viele Erkrankungen sind ja erst durch Dauerfütterung von Industriekost hervorgerufen worden.“

Die tierärztlichen Hochschulen reagieren in der Regel auf das Thema Rohfütterung mit Abwehr und warnen vor den Folgen. Nun ist nicht erst seit Hans-Ulrich Grimms Recherchen für sein Schwarzbuch Tierfutter: Katzen würden Mäuse kaufen bekannt, dass die großen Futterhersteller Schulungen und Forschungen finanzieren. Da verhält es sich nicht anders, als in der Humanmedizin, die gern Hand in Hand mit Pharmakonzernen arbeitet. Trotzdem stellt sich die Frage, ist der finanzielle Aspekt tatsächlich der einzige Grund, weshalb sich Wissenschaft und Praxis so sehr dagegen sperren?
„Nein nicht alle Hochschulen sind gegen Rohfutter. Soweit ich gehört habe, arbeiten die Uni Leipzig und ich glaube auch eine in der Schweiz inzwischen mit barfenden Tierärzten zusammen. Es geht ja in der Hauptsache ums Geld! Es werden ungefähr 950 Millionen Euro in Deutschland an Hundefutter umgesetzt. Da will man sich natürlich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen, zumal die Tendenz immer noch steigend ist. Am Barfen verdienen die Konzerne nichts.
Viele Leser stellen mir die Frage, ob ich meine Behauptungen wissenschaftlich belegen kann. Diesen Anspruch erhebe ich überhaupt nicht. Ich handele nach meinem klaren Menschenverstand und meinen eigenen Beobachtungen aus meiner langjährigen Praxis als Tierärztin und Hundezüchterin. Und ich kann jeden Tag aufs Neue feststellen: vielseitig roh ernährte Hunde sind wesentlich gesünder und mental glücklicher als Artgenossen, die regelmäßig das gleiche denaturierte Futter im Napf vorfinden.“

Früher wurden Hunde in der Regel mit Küchen- und Schlachtabfällen ernährt ohne viele Überlegungen, ob das nun ausgewogen ist oder nicht. Wissen Sie seit wann es die Umstellung auf Fertignahrung aus der Dose überhaupt gibt?
„Seitdem es auch industriell hergestellte Fertiggerichte für den Menschen gibt.“

Also etwa seit Mitte der 60er, Anfang der 70er Jahre?
„Es fing langsam nach dem zweiten Weltkrieg an. Und seit dieser Zeit haben bei Hunden genau wie beim Menschen die chronischen und psychischen Krankheiten enorm zugenommen, wozu Allergien und Verhaltensstörungen gehören. Da muss man sich einfach mal fragen, wo kommt diese steigende Zahl her? Wo liegen die Ursachen?“

Wenn man in eine der großen Zoohandelsketten oder auf Zuchtschauen geht, fällt als erstes die unüberschaubare Zahl von Spezialfutter auf. Vom Welpen, über den aktiven Hund, bis hin zum Senior bleibt nichts unberücksichtigt, vor allem wenn es um Krankheiten geht, wie Herzbeschwerden, Nierenleiden, empfindlicher Magen oder Allergien. Daraus könnte man ketzerisch den Schluss ziehen, ähnlich wie die Pharmaunternehmen sorgen auch die Futtermittelhersteller gleich für die entsprechenden Produkte, wenn es mit ihrem Basisangehot mal nicht mehr klappt und der Hund oder die Katze krank wird.
„Das haben Sie gesagt! Mir tun die vielen krank gefütterten Hunde unendlich leid. Inzwischen habe ich selbst keine Praxis mehr. Ich bin unabhängig, was mir sehr wichtig ist. Nur aufgrund dieser Tatsache bin ich überhaupt in der Lage, die Dinge so konkret zu formulieren. Ich könnte nicht so ehrlich schreiben, wenn ich immer noch vom Impfen und dem Verkauf von Hundefutter leben müsste.“

Wenn sich die Konzerne, die Hochschulen oder die Tierärztekammer nicht bewegen können und wollen, ist es vielleicht möglich ein Umdenken von der Basis her zu erreichen. Gerade Hundehalter sind doch ein sehr kommunikatives und umtriebiges Völkchen. Vieles läuft doch über Mund zu Mund Propaganda.
„Ich denke, wir werden irgendwann einfach an eine Grenze stoßen, die immer mehr Menschen aufwachen lässt. Zum Teil passiert das ja bereits. Sie glauben gar nicht wie viele Mails mich täglich erreichen, in denen mir die Leute von Tierarztodysseen schreiben. Von Tieren die über Jahre hinweg mit Antibiotika und Kortison voll gepumpt wurden. Irgendwann haben die Halter dann gesagt, Schluss! Aus! Wir wollen das nicht mehr1 Vielleicht sind sie durch Zufall mit einem Barfer in Kontakt gekommen oder kamen über einen Hundeclub drauf und haben ihren Vierbeiner mal probeweise auf Rohfutter umgestellt.
Und siehe da, manchmal ist es wie ein Wunder. Nicht selten sind die Tiere innerhalb nur weniger Wochen wieder gesund. Natürlich kann man nicht sagen, barfen ist das Wundermittel schlechthin und alle Hunde werden gesund, wenn sie nur roh ernährt werden. Häufig sind die Tiere bereits so kaputt und gestört, dass eine vollständige Heilung nicht mehr möglich ist. Aber in solchen Fällen hilft schon eine Linderung der Symptomatik. Und auch das Barfen muss man richtig machen. Ich denke, wir werden allerdings auch beim Barfen irgendwann an die Grenzen kommen, weil unser Fleisch und Gemüse ja immer mehr chemisch und gentechnisch belastet wird. Dann lässt sich auch mit Rohfütterung irgendwann keine Heilung mehr erreichen. Doch im Moment geht es noch.“

Sie zitieren in Ihren Büchern mehrfach die Entwicklungen in den USA, die uns in Sachen denaturierter Ernährung und Behandlung psychischer Störungen bei Haustieren mit diversen Pillen etc. immer einen Schritt voraus sind. Das müsste doch so manchen interessierten Tierhalter oder Veterinär hierzulande hellhörig machen.
„Wobei Schritt voraus nicht unbedingt gleichzusetzen ist mit Fortschritt! Wie sich das alles entwickelt, hat viel mit unserer Gesellschaft und Geschmacksfragen zu tun. Schauen Sie sich doch nur einmal eine neue Hundezeitschrift an, die sich mit der Mode bei Hunden beschäftigt. Da finden Sie Pullöverchen für jeden Hund, für den Gassigang die Tragetasche und das passende Outfit im Loden- oder Leopardenlook, verziert mit Swarowski-Steinen. Da sollte man sich auch fragen, wo bitte bleibt da der Hund? Es geht dabei doch eigentlich um die Befriedigung des eigenen Egos. Dem Hund ist es wirklich egal, ob er ein Halsband besetzt mit Edelsteinen trägt. Das beeinträchtigt ihn wenigstens nicht in seiner Lebensqualität. Aber wenn ich ihn in eine dicke Jacke zwänge, dann schadet es ihm, weil die Natur ihm ein Winterfell mitgegeben hat.“

Was wollen Sie von einer Gesellschaft halten, in der sich so genannte Tierschützer für eine verantwortungsbewusste Mops-Zucht engagieren, ihren eigenen übergewichtigen Hund aber in Klamotten durch die Gegend tragen, in eine zu enge Flugtasche zwängen oder von einem Medienevent zum nächsten schleifen?
„Ach wissen Sie, es gibt inzwischen sogar schon den Buggy für Bello. Dann muss er nicht mehr selbst laufen und Frauchen muss ihn nicht mal mehr auf dem Arm schleppen und kann ihn durch die Gegend karren. Den meisten Hunden fehlt es doch definitiv an Auslauf, Bewegung und Frischluft. Da kann man nur noch den Kopf schütteln. Ich habe manchmal das Gefühl, wir haben zuwenig Kinder und die Leute müssen das, was ihnen dadurch fehlt auf ihren Hund projizieren. Anders kann ich mir das nicht erklären. In vielen Fällen ist der Hund schon wichtiger als der Mensch.
Nehmen Sie zum Beispiel den Trend, einem Hund ein teures Brustgeschirr anzuziehen, mit der Begründung, das sei gesünder. Tatsache aber ist, die Tiere schwitzen unter den Dingern, die saugen sich im Wasser voll und verrutschen dauernd und sitzen am Hals auch oft da, wo ein Halsband angeblich drückt.“

Was ist der häufigste Fehler, wenn es ums Füttern von Hunden geht?
„Die Leute machen sich nicht klar, dass Fertigfutter nicht für die Gesundheit des Hundes konfiguriert wurde, sondern für die Bequemlichkeit des Halters. Wenn man sich das einmal vor Augen geführt hat, ist man vielleicht auch eher bereit, ein wenig mehr Zeit zu investieren und dem Hund rohes Fleisch zu schneiden und frisches Gemüse zu geben.“

Stress schlägt Hunden wie Menschen auf den Magen. Sollen die Besitzer deshalb sensibler mit Stressfaktoren umgehen? Für einen Zweibeiner ist der Einkaufsbummel mitunter wesentlich angenehmer, als für seinen vierbeinigen Begleiter, der mit Gedränge und Lärm so überhaupt nichts am Hut haben möchte.
„Zunächst einmal: Stress schlägt Hunden nicht nur auf den Magen, er belastet auch die Bauchspeicheldrüse. Erkrankungen dieser Art treten inzwischen immer häufiger bei Hunden auf. Rein psychologisch betrachtet läuft Stress beim Zwei- wie Vierbeiner identisch ab. Trotzdem reagieren die Tiere in solchen Situationen anders, als wir es möglicherweise tun, weil wir ihnen bestimmte Umstände ja nicht erklären, sondern sie bestenfalls daran gewöhnen können. Den Hund zum Einkaufsbummel mitzunehmen ist aber immer noch besser als gar nicht raus, auch Hunde brauchen mentale Stimulanzien, auch wenn ihnen sicher andere lieber wären.“

Sie haben vorhin bereits erwähnt, dass unser Obst, Gemüse und auch Fleisch durchaus belastet sein kann mit Pestiziden oder anderen Rückständen. Worauf sollte man beim Einkauf achten, wenn man es an sein Haustier verfüttern will?
„Ehrlich gesagt sind manche Leute meiner Meinung nach da etwas überkandidelt, wenn sie es ablehnen beispielsweise Hühnerleber für ihren Hund beim Metzger zu kaufen, die sie selbst essen könnten. Das kann ich nicht so ganz nachvollziehen. Denn was der Mensch essen kann, kann ein Hund schon allemal fressen. Die ganze Historie des Hundes ist ja eine Entwicklung vom Beutegreifer zum Resteverwerter.
Ich muss zugeben, dass es mich ärgert, wenn mir Leute mit der Frage kommen, ob sie ihrem Vierbeiner auch Rotbarsch anbieten können. Zunächst ist meine Antwort, natürlich – es ist ein super Futter für den Hund. Aber Sie wissen, unsere Meere sind ohnehin fast leer gefischt. Fisch ist für Familien inzwischen beinah unerschwinglich geworden. Die gesündesten Lebensmittel sterben aus. Hinzu kommt, dass ja auch die Fische immer kleiner werden, weil die durch Überfischung gar keine Zeit mehr haben, sich genügend zu reproduzieren. Wir müssen so etwas nicht an unsere Hunde verfüttern. Da ziehe ich einfach eine moralische Grenze, Fleisch fressende Haustiere dürfen nicht zum Nahrungskonkurrenten des Menschen werden. Schlachtabfälle sind durchaus richtig und gut für den Hund. Denn das ist ja das, was der Mensch eigentlich isst oder was davon übrig ist.
Man darf dabei nicht vergessen, dass der Mensch vieles davon ja überhaupt nicht mehr essen will, wie Bauchfleisch oder Innereien. Die Konsumenten sind so anspruchsvoll geworden, die wollen nur noch Filets und Muskelfleisch. Das braucht der Hund aber nicht unbedingt. Der ist auch mit Schlachtabfällen zufrieden. Hunde bleiben für mich Resteverwerter. Alles andere empfinde ich als unmoralisch. Unter diese Kategorie fallen für mich auch manche Werbespots für Katzenfutter, das auf einem Silbertablett mit dem Hinweis: ‚alles nur vom Feinsten’ serviert wird. Das ist für mich einfach unethisch. In anderen Teilen der Welt hungern Kinder und haben aufgetriebene Bäuche durch Proteinmangel. Ein Hund ist kein Mensch auf vier Beinen.“

Ausgehend von Ihrer These denaturierte Nahrung macht auf Dauer krank, lässt sich aus einer artgerechten Rohfütterung doch der Schluss ziehen, dass der Hund nicht nur gesund bleibt, sondern auch robuster wird, was ihn weniger empfänglich für Bakterien und Viren macht. Man kennt ja das Phänomen, dass Kinder, die auf dem Land aufgewachsen sind, wesentlich gesünder und robuster sind, als Kinder, die in einer umweltbelasteten Großstadt und in einem klinisch sauberen Haushalt leben.
„Ganz genau so ist es. Es macht so einem gesunden Hund auch nichts aus, wenn er beim Spaziergang mal einen toten Fisch findet oder ein verendetes Tier. Je stinkiger desto lieber, denn der Hund weiß, was die meisten Menschen eben nicht wissen, dass nämlich diese Stinkdinger viele natürliche Enzyme haben, die in seinem sterilen Tütenfutter komplett fehlen, weshalb er die seinem Organismus gelegentlich zuführen muss. Deshalb kann man einem gesunden Hund ruhig auch mal angegammeltes Fleisch geben, das wir nicht mehr essen können. Viele Vierbeiner vergraben ihr Futter auch gern mal für eine Weile im Garten, bis es fast verwest ist, dann ist es für sie besonders lecker.“

Obst, Gemüse und Kräuter muss man pürieren, damit deren Inhaltsstoffe vom Hund überhaupt erst aufgeschlossen und verwertet werden können. Warum reicht klein schneiden da nicht aus?
„Je feiner zerkleinert es ist, desto besser kann es der Hund verdauen. Gegebenenfalls kann man es auch kochen. Leider sind viele Hundebesitzer einfach zu faul oder sie haben nicht genügend Zeit, um die Zutaten in eine Küchenmaschine zu geben um sie zu zerkleinern. Viele Barfer-Shops bieten aber Trockengemüse oder bereits püriertes gefrorenes Mischgemüse als Alternative an. Das ist als Ersatz okay. Wenn aber nur noch Trockengemüse gefüttert wird, kann dem Hund auf Dauer wieder etwas fehlen. Denn getrocknetes Gemüse hat einfach weniger Vitamine und Enzyme. Wenn es zu grob geschnitten ist, kann es vom Organismus des Hundes nicht mehr aufgeschlossen werden. Möglichst klein und frisch ist das A und O. Leider hören das viele nicht gern, weil es Arbeit macht. Man muss auch öfter einkaufen. Dabei ist es gar nicht so wichtig, ob die Zutaten aus dem Bioladen oder vom Discounter kommen, das behauptet zumindest Professor Popp.“

Kann man nicht im Voraus Portionen zusammenstellen und einfrieren? Es gibt inzwischen in manchen Barfer-Shops ja für Faule bereits gewolftes Fleisch angereichert mit Gemüse und Kräutern in Wurstform eingefroren.
„Dass kann man natürlich machen, sollte aber bedenken, dass Enzyme, positive Bakterien und Vitamine beim Einfrieren zum Teil verloren gehen. Trotzdem ist das noch allemal besser, als Futter aus der Dose oder der Tüte. Es gibt ja im Übrigen auch verschiedene Sorten gefrorenes und bereits geschnittenes so genanntes Rollfleisch in den Tiefkühltruhen von Zooläden. Die Konservierungsmethoden der Natur beschränken sich nur auf Trocknen und Gefrieren, wenn man einmal von Fermentieren absieht.“

Verwendet man alle Teile von Obst und Gemüse oder Kräutern? Natürlich ist klar, dass man keine Bananenschalen oder Obstkerne verfüttert. Aber wie steht es mit Blättern, Blüten, Strünken, Schalen etc.
„Klar, alles das können Sie verfüttern. Na ja, vielleicht Bananenschalen eher nicht, aber gerade hat man den gesundheitlichen Wert von Apfelkernen entdeckt. Meine Hunde bekommen Apfelgehäuse und Papayaschalen, auch die Reste meiner selbst gemachten Säfte und Salate. Damit kommen wir auf einen wichtigen Punkt. Es ist nur für die Leute schwierig, ihren Hund gesund zu ernähren, die selbst nur von Fertigkost leben. Denn dann fallen in deren Küche auch keine Abfälle an, die sie dem Hund geben können. Wer sich selbst bereits gesund ernährt, hat in der Regel auch kein Problem damit, den eigenen Hund ebenfalls rohköstlerisch zu ernähren.
Komischerweise läuft es eher anders herum. Die Leute sind so besorgt um ihren Vierbeiner, dass sie ihn besser ernähren als sich selbst. Nicht wenige davon kommen übers Barfen selber zur Rohkosternährung. Ich glaube, die Leute machen es sich immer so furchtbar kompliziert. Wenn ich mir einen Salat zubereite, dann kann ich die aussortieren Blätter, Strünke oder Petersilienstiele gemahlen meinen Hunden geben. Ich mache mir keinen Kopf, ob hier noch ein Tropfen Öl oder dort noch ein Pülverchen dran muss. Das ist gar nicht nötig. Bei der Futterzusammenstellung muss ich nur auf die drei Komponenten achten: Proteine, sprich Fleisch, und Fett, das normalerweise mit dran ist, Gemüse oder Obst und ab und zu einen rohen Knochen. Das ist alles!
Ich werde oft gefragt, was gebe ich meinen Hunden, wenn ich mal in Urlaub bin? Schließlich kann man dem Hundebetreuer ja nicht zumuten, dass er auch rohes Fleisch schneidet. Ich schlage dann immer grünen Blättermagen oder Pansen vor. Den kann man vorher portioniert einfrieren. Damit kann man einen Hund über mehrere Wochen gesund ernähren.“

Sie empfehlen vor der Futterumstellung Bello ruhig mal fasten zu lassen. Kann man auch zwischendurch einen Fastentag einlegen?
„Ohne weiteres. Mir passiert es ab und an, dass ich vergessen habe, Futter aufzutauen. Sie können auch einen Fastentag einlegen, wenn der Hund Durchfall hatte oder bei einem Vierbeiner, der zu dick ist. Die Frage dabei ist nicht, ob der Hund das aushält, sondern vielmehr ob der Mensch damit klar kommt. Ein Wolf macht ja auch nicht jeden Tag Beute.“

Auch beim Hund ist ein ausgewogenes Verhältnis von Säuren und Basen wichtig. Worauf sollte man dabei achten?
„Leider werden basische Bestandteile viel zu selten verfüttert. Sauer verstoffwechseltes Futter wie Fleisch, Getreide oder die meisten Fertigfutter, kann unter anderem ein unangenehmes Aufstoßen oder gärigen Durchfall hervorrufen. Wenn Sie das bei einem Hund beobachten, sollten Sie wissen, dass dies keineswegs normal ist. Basische Sachen sind leider wie bei der menschlichen Ernährung viel zu häufig unterrepräsentiert. Dem kann man durch eine ausgewogenere Ernährung entgegenwirken. Beispielsweise Getreide weglassen, ab und zu mal Biojogurt oder Blutwurst füttern. Auch rohe Knochen sind wichtig, weil sie Kalzium enthalten, das basisch wirkt. Frisches Gemüse ist auch meistens basisch. Darauf sollte man achten. Viele Hunde mögen deshalb kein saures Obst. Ihr Stoffwechsel ist von Natur aus sauerer als beim Menschen. Das Fleisch ist auch sauer. Deshalb brauchen Carnivoren zusätzlich Knochen, um das wieder auszugleichen.“

Sie widmen in Ihrem Buch Futterprobleme bei Hunden ein ganzes kritisches Kapitel der vegetarischen Hundeernährung. Was spricht aus Ihrer Sicht gegen diesen neuen Trend, dem teilweise sogar ganze Tierheime folgen?
„Sehr sympathisch war mir die Aussage der Hundetrainerin, Verlegerin und Tierschützerin Clarissa von Reinhardt. Sie ist selbst Vegetarierin. Aber sie sagte mir, sie sei nie im Leben auf die Idee gekommen auch ihre Hunde zu zwingen, vegetarisch zu leben. Weil es einfach nicht artgerecht ist. Ein Hund ist und wird nie ein Vegetarier werden. Er bekommt bei einer derartigen Ernährung sehr leicht Mangelerscheinungen.
Was passieren kann, wenn man ein Tier dazu zwingt nicht artgerecht zu fressen, haben wir ja bei den an BSE erkrankten Rindern gesehen. Viele Vegetarier, die ihren – ja auch so genannten – Fleischfressern solches Futter vorsetzen, ringen damit, dass diese die Nahrung nur schwer oder überhaupt nicht annehmen wollen. Viele Hunde müssen geradezu dazu gezwungen werden, Katzen sogar noch mehr, weil sie reine Fleischfresser sind und rein pflanzliche Kost überhaupt nicht vertragen.
Ich bin der Meinung, wer es nicht schafft, seinen Hund artgerecht zu ernähren – manches Fertigfutter ist ja schon so fleischarm, dass man es fast vegetarisch nennen kann – dann sollte er sich vielleicht einen Pflanzenfresser als Haustier halten, auch Kaninchen, Ponys oder Ziegen sind sehr nette Tiere.“

Woran erkennt man, dass ein Haustier Futtermittelallergien haben kann?
„Meistens an Hautproblemen, die treten am häufigsten auf. Die Tiere kratzen oder lecken sich dann vermehrt. Was es auch gibt, jedoch erst wenig bekannt ist, sind Gehirnallergien. Dabei sind Giftstoffe bis ins Gehirn gelangt und verursachen Verhaltensveränderungen, mangelnde Konzentrationsfähigkeit oder Hyperaktivität. In dem Zusammenhang ist es wichtig zu wissen, dass eine Darmsarnierung oder eine Entgiftung im Körper überhaupt nur über die Entgiftungsorgane möglich ist, die ich bei dieser Aufgabe unterstützen kann. In diesem Sinne wirkt auch die Naturheilkunde.
Was aber wichtig ist: Das Gehirn ist kein Entgiftungsorgan. Was da einmal drin ist, kommt so schnell nicht wieder heraus. Dass Giftstoffe trotz Blut-Gehirn-Schranke ihren Weg ins Gehirn finden, kennen wir ja selbst von Alkohol oder Kaffee. Das ist bei den Tieren nicht anders. Da komme ich dann auch mit tollen Erziehungsmethoden nicht weiter, wenn das Gehirn durch Giftstoffe belastet ist.
Ich wehre mich entschieden gegen die oft kolportierte Aussage, an vielem seien allein die Gene schuld. Denn das verdammt den Tierhalter zur Passivität, ach – wenn die Gene schuld sind, kann ich ja sowieso nichts machen. Das ist schlichtweg falsch. Die vorhandenen Gene an sich oder eine gewisse Veranlagung sind natürlich nicht veränderbar, aber man weiß ja seit kurzem, dass die Gene in engem Austausch mit der Umwelt, und dazu gehört besonders die Ernährung, an- oder abgeschaltet werden. Ich muss deshalb nicht resignieren, wenn das Gehirn vergiftet ist, denn im Gegensatz zu dem Einfluss auf die Gene ist die Vergiftung des Gehirns meist reversibel durch konsequente Darmsanierung.“

Eine für viele Hunde- und Katzenbesitzer unangenehme Begleiterscheinung von industriell gefertigtem Futter sind die schon recht früh auftretenden Zahnbeläge, denen man nur mit regelmäßiger Pflege oder Besuchen beim Tierarzt, der den Zahnstein mit Ultraschall entfernt, entgegenwirken kann. Offenbar ist das bei Rohfütterung nicht nötig.
„Stimmt. Dem Wolf putzt ja auch niemand die Zähne. Allerdings habe ich gelesen, dass die meisten Wölfe an kaputten Zähnen sterben. Sie können nicht mehr richtig zupacken und verhungern dann langsam, weil sie immer dünner und schwächer werden. Ob das stimmt, kann ich nicht beurteilen. Aber es ist zumindest ein interessanter Gesichtspunkt. Bei alten Menschen sind es im Grunde ja auch die Zähne, die eine Vitalstoffzufuhr einschränken. Künstliche Zähne hat die Natur nicht vorgesehen. Damit meine ich, auch das Barfen kann natürlich die Alterung eines Tieres nicht grundsätzlich aufhalten, aber vielleicht hinauszögern.“

Ich danke Ihnen für das Gespräch.

Das Interview führte Claudia Hötzendorfer

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Re: Dr.med.vet. Vera Biber - BARF /BARFEN -

Beitrag  Boxermaus am Mo 9 Mai 2016 - 14:25

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