Symptome Niereninsuffizienz / Nierenversagen

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Symptome Niereninsuffizienz / Nierenversagen

Beitrag  Boxermaus am Mi 29 Jun 2011 - 9:24

Symptomatik einer NI
meist unspezifisch


- Teilnahmslosigkeit
- Müdigkeit
- Appetitlosigkeit
- Erbrechen
- Durchfall
- Unangenehmer Geruch
- Austrocknung
- Eingefallene Augen
- Glanzloses, struppiges Fell
- Verwaschene Schleimhäute
- Gewichtsverlust

Zitat aus:
http://flexikon.doccheck.com/Chronische_Niereninsuffizienz

Symptome der chronischen Niereninsuffizienz sind:

Störungen des Wasser-, Elektrolyt- und Säuren-Basen-Haushalts:
Hyperkaliämie, Hyponatriämie, metabolische Azidose

Herz und Kreislauf:
Herzrhythmusstörungen, Hypertonie, Perikarditis

Lunge:
Lungenödem, Pleuritis

Magen-Darmtrakt:
Foetor ex ore, Nausea, Erbrechen, Diarrhoe

Zentrales Nervensystem (ZNS):
Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Krämpfe, Bewusstlosigkeit

Haut:
Pruritus, bräunlich-gelbe Hautfarbe, Uringeruch

Blut:
renale Anämie wegen der verminderten Erythropoietinproduktion der Nieren, hämorrhagische Diathese

Knochen:
Osteopathie, Neigung zu Frakturen

Verminderte Medikamentenausscheidung



Stadien der NI

Stadium I
- Noch keine Allgemeinstörungen

Stadium II
- Erste klinische Symptome
- Harstoff und Kreatinin sind leicht bis mäßig erhöht

Stadium III
- Das Allgemienbefinden ist stark gestört
- Harnstoff und Kreatinin sind deutlich erhöht, ebenso das Serum-Phosphat

Stadium IV = Terminales Stadium
- Symptome noch asugeprägter
- Urämisches Koma

Quelle
Heel, Broschüre "Biologische Behandlung der chronishen Niereninsuffizienz ...



Eine chronische Nierenkrankheit verläuft in der Regel schmerzfrei.
In den ersten Stadien verläuft eine CNI meist ohne jegliche Symptome.



Urin / Urinuntersuchung:
Durch eine hohe Eiweißausscheidung im Urin kann zu Schäumen des Urins und Wassereinlagerungen führen.
Eine sehr hohe Ausscheidung von roten Blutkörperchen (Makrohämaturie) kann sich eventuell in einer Braunverfärbung des Urins äußern.
Dies deutet meist auf Erkrankungen der ableitenden Harnwege hin, seltener auf eine Blutung der Nieren.

Schmerzen in der Nierengegend
könnnen außer auf Wirbelsäulen- und Bandscheibenprobleme, auch auf
Nierensteine
Nierenbeckenentzündung
sehr selten jedoch auf eine akute Glomerulonephritis.

Im fortgeschrittenen Stadium einer CNI
- zunehmende Einschränkung der Leistungsfähigkeit, Müdigkeit, Lustlos etc.
- Appetitlosigkeit
- Erbrechen und Übelkeit, vermehrtes Speicheln, vermehrtes Grasfressen
- Wassereinlagerungen
- Atemnot (vermehrtes Hecheln)
- Hautveränderungen
- Krampfanfälle

Hier eine sehr gute Seite zwar Human, kann man aber viel auf den Hund übertragen, bzw. dient letztlich unserem Verständnis als Frauchen was sich im Hund "tut" :

http://www.internisten-im-netz.de/de_chronische-nierenschwaeche-symptome_975.html

Es gibt mehr oder weniger, immer Folgeerscheinungen (Verschlechterung der Gesamtsituation) beim Verlauf einer CNI... oft vor allem anfangs nicht sichtbar, symptomlos, oft auch kleine Symptome wie vermehrtes trinken, urinieren nicht gleich erkannt, wie z.B. im Sommer wo meist mehr getrunken wird oder etwas leistungseingeschränkt, eher keine Lust für Sport etc. ...und leider im späteren Stadium, dann auffällige Symptome und leider geht man oft erst dann zum TA...

Eine kleine Vorsorge wäre z.B.
beim soweit gesunden Hund:
mind. einmal im Jahr (und vor jeder OP, Narkose etc.) Blutwerte checken lassen
Zweimal jährlich Urin-komplett Check


Folgend mögliche Symptome:

Krämpfe
bei CNI als Folgeerscheinung,- erkrankung ... und im Endstadium kommt es mehr oder weniger zu einem Mulitorganversagen

Zitat:

Zusätzlich zur Einschränkung der Nierenfunktion kann es zu weiteren Auswirkungen kommen, die dann auch andere Organe betreffen.

So sind durch die Überwässerung des Körpers eine Wassereinlagerung in der Lunge sowie die Entwicklung eines Bluthochdrucks möglich.

Die Entstehung einer Arteriosklerose begünstigt bzw. eine schon bestehende Arteriosklerose schreitet schneller voran und engt die Blutgefäße weiter ein. Betrifft die Arteriosklerose auch die Herzkranzgefäße, kann es zur koronaren Herzkrankheit kommen.

Durch die nicht aus dem Körper ausgeschiedenen Giftstoffe ist möglich, dass sich eine Entzündung des Herzbeutels
(vgl. Perikarderkrankungen) entwickelt.

Es entstehen typische Folgeerscheinungen

Zudem kann es durch diese Giftstoffe zur Schädigung des Gehirns, einzelner Nerven und des Muskelgewebes kommen.

Weiterhin leidet das Immunsystem und ist in seiner Abwehrkraft eingeschränkt.
Dadurch sind die Betroffenen anfälliger für Infektionen.

Eine Blutarmut (Anämie) kann eine weitere Folge sein.
Das ist darauf zurückzuführen, dass die Produktion des für die Blutbildung wichtigen Hormons Erythropoetin in der Niere ebenfalls eingeschränkt ist

Quelle:
http://www.medizinfo.de/nieren/niereninsuffizienz/beschwerden.shtml


Zitat:

Durch die Ansammlung von schädlichen Substanzen im Blut kommt es auch zu Symptomen, die von den Nerven oder Muskeln ausgehen.
Dazu zählen Muskelzuckungen, -schwäche und -krämpfe.

Schmerzen und Empfindungsstörungen in den Gliedmaßen (bsp. Gefühllosigkeit, Brennen, Stechen)
deuten auf eine entzündliche Erkrankung der Nerven hin (= Polyneuropathie).

Die Konzentrationserhöhung der harnpflichtigen Substanzen im Blut kann sich auch auf das Gehirn auswirken.
Verwirrtheit, Teilnahmslosigkeit und Krampfanfälle sind Symptome einer Gehirnstörung (= Enzephalopathie).

Weitere Begleitsymptome der fortgeschrittenen Erkrankung sind
ein unangenehmer Juckreiz am ganzen Körper sowie Herzbeutel- oder Brustfellentzündungen (Stadium der Harnvergiftung).

Diese entzündlichen Vorgänge sind auf eine Erhöhung der Stoffwechselabfallprodukte im Blut zurückzuführen.

Krankheitszeichen einer Herzschwäche, wie Atemnot resultieren daraus, dass die Nieren schließlich nicht mehr überschüssige Salze oder Wasser ausscheiden können.

Flüssigkeitsansammlungen (= Ödeme) finden sich schließlich im ganzen Körper.

Im Endstadium der Insuffizienz ist ein urämischer Mundgeruch

Quelle:
http://www.medhost.de/gesundheit-lexikon/niereninsuffizienz.html


All das trifft auch mehr oder weniger auf CNI Hunde .... sad

Insgesamt kranke Hund immer "entlasten", z.B.
- frische bedarfsgerechte Ernährung = Diätetik mit frischen Lebensmittel = KEIN Indutriemüll (Tüten, Dosen etc.)!!
Für einen bestmöglichen Erfolg, bzw. bestmögliche Hilfe muss die frische Diät, soweit möglich, genau auf den jeweiligen Hund in seiner jeweiligen Situation angepasst sein. Ich bin bei so einem Diät-Futterplan gern behilflich, bzw. begleite von der Ferne den kranken Hund und HH so gut wie möglich.

- keine hohe Leistungen fordern, erwarten (Sport, Radfahren, mit andern Hunde zu lange toben lassen)

- insgesamt weniger Stress (wie dauernd/zu oft Hundetreffen, etc)
jeweils beim individuell Hund sehen, was unnötiger, bzw. vermeidbarer Stress ist und wo er vermieden werden kann

- mehr Ruhe gönnen

- Bei Hitze, Sonnentage (Frühjahr, Sommer, Herbst)
tagsüber soweit möglich nicht raus gehen, bzw. so kurz wie möglich, ev. dem Hund ein nasses T-Shirt anziehen mit einem elastischen Klettband etwas fixieren, wenn er damit klar kommt, keinen Stress damit hat
oder
den Hund vor der Gassirunde komplett nass machen
Das gibt dem Hund Kühlung, weil er ja so nicht wie mir Menschen, schwitzen kann und damit abkühlen kann, man vermeidet damit Stress und Überhitzung und damit weitere Nierenbelastungen, bzw. Herzbelastungen etc.


Hitze. hohe Leistungsforderungen sind ohnehin für so kranke Hunde extrem gefährlich, Stress pur, und das belastet den kranken Organimus noch zusätzlich extrem ...
sad


avatar
Boxermaus
Forumsbetreiberin

Weiblich Anzahl der Beiträge : 18582
Alter : 61
Anmeldedatum : 28.03.08

http://boxermaus.forumieren.de

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten