Arzneimittel: Todesursache Nr. 3 in Deutschland

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Arzneimittel: Todesursache Nr. 3 in Deutschland

Beitrag  Boxermaus am Mi 11 Aug 2010 - 18:28

Zwar etwas älterer Beitrag, aber aktueller denn je und "gut zu wissen":


Zitat aus => http://www.psychophysik.com/h-blog/?p=151

Von Claus Fritzsche | 16.Juli 2008

Hätten Sie das gewusst?
Der Versuch, Menschen mit pharmazeutischen Präparaten zu heilen, führt allem Anschein nach zur Todesursache Nr. 3 in Deutschland.
Die amtliche Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamts nennt für das Jahr 2005 folgende Werte:

367.361 Sterbefälle durch Krankheiten des Kreislaufsystems

211.396 Sterbefälle durch bösartige Neubildungen (d. h. Krebs)

57.742 Sterbefälle durch Krankheiten des Atmungssystems

42.787 Sterbefälle durch Krankheiten des Verdauungssystems

Ein interessanter Wert fehlt in der amtlichen Sterbestatistik, da er offiziell nicht erhoben wird.
Michael Malzahn zitiert in seinem Weblog therapage.de Prof. Dr. Jürgen Fröhlich, Direktor der Abteilung für klinische Pharmakologie an der medizinischen Hochschule in Hannover, mit den Worten:

»Wir gehen davon aus, dass pro Jahr in den internistischen Abteilungen 58.000 Patienten durch unerwünschte Arzneimittelnebenwirkungen ums Leben kommen.«

Prof. Fröhlich betont (siehe Video unten), dass diese Zahl nur die Todesfälle in internistischen Abteilungen beinhaltet, die Gesamtzahl der Todesfälle durch Arzneimittelnebenwirkungen jedoch sehr wahrscheinlich noch viel größer ist.

Die Süddeutsche Zeitung weist in Ihrem Artikel »Leiden auf Rezept« darauf hin, dass viele Sterbefälle als Folge von Nebenwirkungen durch Arzneimittel nicht gemeldet werden und somit eine hohe Dunkelziffer zu vermuten ist. O-Ton Süddeutsche Zeitung:

»Das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gibt hingegen zwischen 15.000 und 17.000 unerwünschte Nebenwirkungen durch Medikamente jährlich an, Tendenz ebenfalls steigend.
Dazu zählen 1.200 bis 1.400 tödliche Komplikationen.
Diese Zahlen erfassen aber nur die gemeldeten Zwischenfälle. ›Das sind weder alle Nebenwirkungen noch alle Todesfälle‹,

sagt Ulrich Hagemann, der die Abteilung für Pharmakovigilanz im BfArM leitet, die für Arzneimittelsicherheit und -überwachung zuständig ist.

›Leider muss man vermuten, dass die Mehrzahl der Ärzte keine Nebenwirkungen meldet.‹«


Quelle und weiteres wie Video hier lesen/anschauen:
http://www.psychophysik.com/h-blog/?p=151

avatar
Boxermaus
Forumsbetreiberin

Weiblich Anzahl der Beiträge : 18584
Alter : 61
Anmeldedatum : 28.03.08

http://boxermaus.forumieren.de

Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten