Katarakt (Grauer Star) beim Hund

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Katarakt (Grauer Star) beim Hund

Beitrag  Boxermaus am Di 25 Mai 2010 - 17:34

Zitat:

" ... Per definitionem wird als Katarakt jegliche Trübung der Linse bezeichnet. Nun führt beim Hund nicht jede Linsentrübung zur merklichen Sehbeeinträchtigung.

Der Graue Star stellt eine häufige, wenn nicht die häufigste Erblindungsursache dar.

Dieser Artikel soll zum einen für diese Krankheit sensibilisieren und damit dem Tierarzt mehr Informationen für den Tierhalter in die Hand geben. Zum anderen soll auf den aktuellen Stand der Behandlung eingegangen werden.

Die Therapie ist mittlerweile ausgereift, sodass eine durchweg gute Prognose besteht. Das Wissen um die Behandlungsmöglichkeit
gehört damit in das Beratungsrepertoire eines jeden praktisch tätigen Tierarztes.

Die Beschreibung nach Lebensalter (kongenital, juvenil, adult, senil) ist klinisch vor allem bedeutsam in Bezug auf die verschiedenen
erblichen Formen der Katarakt.

Für die Therapie ist diese Einteilungweniger maßgeblich.
So kann es beispielsweise durchaus sinnvoll sein einen 15-jährigen Hund im Einzelfall noch einer OP zu unterziehen.

Die weitaus überwiegende Ursache der Kataraktbildung ist erblich.
Bei vielen Hunderassen ist die Erblichkeit nachgewiesen (Cocker, Pudel, Schnauzer, WHW Terrier, Retriever etc.).
Es gibt jedoch kaum eine Rasse, bei der nicht davon ausgegangen werden muss, dass auftretende Katarakte ebenfalls hereditär bedingt sind,
wenngleich noch nicht nachgewiesen. Teilweise sind verschiedene Kataraktformen innerhalb einer Rasse bekannt, die in unterschiedlichem
Alter auftreten (z.B. Zwergschnauzer).

Eine weitere, häufige Ursache für den Grauen Star stellt der Diabetes mellitus dar. Diese metabolische Erkrankung führt auch innerhalb der Linse
zu einer Stoffwechselentgleisung.

Altersbedingte Veränderungen in der Linse werden oft fälschlicherweise als Katarakt bezeichnet.
...Linse. Sie erscheint beim älteren Hund (ab 6 – 8 Jahre) bläulich trüb. Es handelt sich hierbei um einen physiologischen Alterungsvorgang
und nicht um eine echte Katarakt

Bislang sind keine Medikamente bekannt, die eine Katarakt wirksam revidieren oder auch nur ein Fortschreiten verhindern können. Die Therapie der Wahl ist die Operation. Diese wird beim Hund prinzipiell analog zu der beim Menschen durchgeführt.



Quelle:
http://www.tsh.de/Material/Katarakt.pdf
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