Kuh Altersheim

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Kuh Altersheim

Beitrag  Boxermaus am Mi 7 Okt 2009 - 16:39

2thumbs http://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/zu-gast-auf-hof-butenland 2thumbs

Nutztiere / Tier sind KEINE Maschinen

Zitat aus u.g. Link:
Denn nur dann, wenn wir Menschen uns bewegen und aktiv handeln, können wir die Situation für die Tiere wirklich verbessern.
Tiere sind keine Maschinen, deshalb müssen Menschen auch die sogenannten »Nutz«-Tiere schonen und herausfinden, wie man mit ihnen so zusammen leben kann, dass man sie nicht mehr ausbeutet oder sogar tötet.
Auf Hof Butenland ist das keine Utopie, sondern Realität
.
zitatende


http://www.tierschutz-stiftung.org/

daumenhoch


Zitat (hervorhebung durch boxermaus):
http://www.tierschutz-stiftung.org/kuhaltersheim.html


Es gibt "Fleisch"- und "Milch"-Rinder.
Die "Fleisch"-Rinder werden ausschließlich zur Welt gebracht, um sie nach der Mästung zu töten.
Die "Milch"-Rinder werden nach jahrelanger Ausbeutung der eigentlich für ihre Kälber bestimmten Muttermilch ebenfalls regelmäßig getötet.

Die Details des an den "Milch"-Kühen begangenen permanenten Unrechts, das auf "Traditionen" gründet, moralisch aber nicht zu rechtfertigen ist, sehen so aus:

Kühe, die eigentlich bis zu dreißig Jahre alt werden können, werden schon im kleinkindlichen Alter von ca. zwei Jahren "befruchtet".
Meistens künstlich, selten durch einen Zuchtbullen, jedoch immer unnatürlich.
Unter Menschen würde man diesen Eingriff "Vergewaltigung" nennen.

Wenn das Kuhkind ein Kalb zur Welt gebracht hat, wird es ihr in der Regel sofort und in seltenen Ausnahmen spätestens vierzehn Tage danach weggenommen.
Die lauten, eindringlichen Schreie der Mutter nach dem Kalb werden vom Menschen überhört.

Das seiner Mutter entrissene Kalb wird in der Regel mit Ersatzmilch aufgezogen, um ja keinen Tropfen der Muttermilch zu "verschwenden". Höchstens bekommen Kälber noch unverkäufliche Muttermilch besonders kranker "Milch"-Kühe.

Männliche Kälber werden an Mäster verkauft und nach der Mästung getötet.
Die Mästung "dauert" in der Regel nur Wochen, maximal acht Monate und sie folgt wirtschaftlichen Erwägungen, die politisch reguliert werden durch sogenannte "Schlachtprämien".
Diese "Prämien" werden den Landwirten für den Verkauf der Tierbabys mit dem Zweck ihrer Tötung gezahlt, die Kosten dafür tragen die SteuerzahlerInnen.

Weibliche Kälber werden entweder selbst wieder Mutterkühe oder ebenfalls zwecks zu Zweck ihrer Tötung "verwendet".

Unter Schmerzen werden die Euter der Mutterkühe u.a. mit brennendem Jod "eingerieben".
Durch das künstliche "Melken" wird die "Milchleistung" angetrieben, die Euter immer voller.
Die Kühe schreien vor Schmerzen, weil sie Druck und Schwere der Euter nicht aushalten.
So kommen die Mutterkühe in einen Art Todeskreislauf des Melkens durch den Menschen.

Damit eine Kuh nicht nur vorrübergehend, sondern ständig Milch "geben" kann, wird sie einmal im Jahr neu künstlich schwanger gemacht.
Doch auch während der Trächtigkeit der Kuh, wird sie weiter gemolken.
Das ist für die Mutterkuh eine extreme Doppelbelastung, die jetzt zu ihrem weiteren Leben "dazu gehört".

Nach dem Kalben wiederholen sich alle oben genannten alltäglichen Taten des Menschen erneut.

Am Ende ist die sogenannte "Milch"-Kuh so ausgelaugt, dass sie "nicht mehr kann".
Durch die ständige Doppelbelastung ist sie physisch und psychisch ausgezehrt.
Im Moment, in dem der Landwirt jetzt den Tod dieser Mehrfachmutter beschließt, ist die Kuh selbst noch ein Kind.
Dieses Kind hat als Mutter seine "Schuldigkeit" getan und wird als "Dank" nun gegen eine kleine Gebühr an einen Schlachthof verkauft.

Eine so im Schlachthof endende "Milch"-Kuh hat weder ihre eigene Mutter richtig kennen lernen können, noch ihre eigenen Säuglinge und Kinder.
Auch eine Beziehung zum Menschen hat ja so kaum stattfinden können.
Wenn wir berücksichtigen, dass eine Kuh von Natur aus bis zu dreißig Jahre wird und Menschen sie allerspätestens im Alter von fünf bis sechs Jahren töten, kann zeigt das, welchen "Traditionen" wir im 21. Jahrhundert noch anhängen.

Diese ganzen Umstände sind die wahren Hintergründe der "Vieh- und Milchwirtschaft".
Ob konventionell oder "kontrolliert-biologisch" - an den oben genannten Umständen ändern auch ein paar Quadratmeter mehr oder weniger Bewegungsfläche nur sehr wenig.

Immer mehr Menschen können diese Umstände mit ihrem Gewissen nicht länger vereinbaren.
WIr sagen deshalb bewusst:
"Menschlichkeit kann man nicht in Kuhbigmetern messen, aber praktizieren".
Genau aus diesem Grunde heraus hat die Tierschutz Stiftung Hof Butenland das Kuhaltersheim gegründet.
Mit dem Kuhaltersheim setzt die Tierschutzstiftung Hof Butenland ein deutliches Zeichen für einen neuen, besseren Umgang von Menschen mit den Rindern.

Man könnte meinen "ein Tropfen auf dem heißen Stein".
Wir sind aber der Meinung, dass gerade solche Anfänge bedeutsam sind, um die überfällige Wende im Umgang mit den Rindern auf den Weg zu bringen.

Für den Landwirtschaftsmeister Jan Gerdes, der zunächst einen konventionellen, dann einen Demeter-Hof mit "Milch"-Kühen betrieben hat und heute vegan lebt, erfüllt sich mit dem Kuhaltersheim eine Herzensangelegenheit, denn er hat erkannt, dass nur ein konsequent tierfreundlicher Umgang mit den Rindern Zukunft hat.

Die Rinder des Kuhaltersheimes leben gemeinsam mit den vom Tierschutzverein "Animal Angels" der Tierschutzstiftung Hof Butenland in Obhut gegebenen Rinder.

Das Kuhaltersheim bietet eine neue Orientierung und die Möglichkeit, vivisektionsfrei zugunsten der betroffenen Tiergattung zu forschen.

zitatende
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Re: Kuh Altersheim

Beitrag  Marry66 am Mi 7 Okt 2009 - 19:50

Toller Beitrag ! heulschnief

Bei uns hier im Nachbarort ist ein Biobauer mit Mutterkuhhaltung ! Das ist so schön anzusehen !

Das ist meiner Meinung nach das Gute an dem schlechten Milchpreis: Auf immer mehr Wiesen sieht man die Kühe mit ihren Kälbern. Scheint billiger zu sein als wie in dem Beitrag zuvor die Kälber großzuziehen !

Die armen Kühe ! Zu Hochleistungskühen herangezüchtet ! Immer mehr Milch, daß haben die Bauern davon !
Leider geht es immer nur ums Geld ! sad

Ich habe mal einen Film gesehen , wo gezeigt wurde, wie sozial die Kühe sind ! Und wie die "Weinen" wenn die Kälber weggenommen werden.Kaum auszuhalten, und überall um uns herum passiert es. Die armen Kälbchen stehen in kleinen einzelnen Käfigen.
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Re: Kuh Altersheim

Beitrag  Boxermaus am Do 8 Okt 2009 - 16:49

Ich habe mal einen Film gesehen , wo gezeigt wurde, wie sozial die Kühe sind ! Und wie die "Weinen" wenn die Kälber weggenommen werden.Kaum auszuhalten, und überall um uns herum passiert es. Die armen Kälbchen stehen in kleinen einzelnen Käfigen.
sad

Ich bin auch jedes Mal fassungslos, je mehr ich lese und sehe, schadetraurig wie die Menschen, Industrie etc. oder auch wir mit unserem Verbraucherverhalten unbewußt das auch noch unterstützen. Daher habe ich eine Dauerspenden für: http://albert-schweitzer-stiftung.de/
eingerichtet und beziehe auch deren Newsletter, um soweit wie möglich mein Verbraucherverhalten zu ändern, also um damit weniger am Tierleid indirekt beteiligt zu sein.

Ach, wenn man nur noch mehr tun könnte ... sad
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Re: Kuh Altersheim

Beitrag  Wegwarte am Do 8 Okt 2009 - 22:39

Hallo zusammen,

bei mir haben einige Erlebnisse dazu geführt, dass ich vor vielen Jahren Vegetarierin wurde, aber als ich dann im Allgäu beim Wandern mit ansehen musste, wie die Kühe mit ihren einfach abartig abnorm großen Eutern schrien vor Schmerzen, weil der Bauer zum Melken zu spät dran war, war bei mir das Maß voll.
Seither lebe ich vegan und es tut mir soooo gut smile

Aber auch wenn man nicht vegan lebt, kann man natürlich einiges tun, um durch das eigene Konsumverhalten Leid zu verringern.
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Re: Kuh Altersheim

Beitrag  Marry66 am Fr 9 Okt 2009 - 6:36

Anja, du hast recht !

Irgendwann, werde ich auch auf Fleisch verzichten oder zumindesten nur von fast "glücklichen " Tieren das Fleisch essen !Im Moment ist es schwierig, solange ich noch für meine ganze Familie koche!
Alles zu seiner Zeit 2thumbs
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