Anämie bei Nierenerkrankungen / Niereninsuffizienz

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Anämie bei Nierenerkrankungen / Niereninsuffizienz

Beitrag  Boxermaus am So 10 Mai 2009 - 19:08

Zitat aus unten genannter Quelle (zwar für Menschen, aber für das Verständnis worum es bei unseren CNI-Hunden geht, recht hilfreich)

"Bei chronischem Nierenversagen nimmt die Leistungsfähigkeit der Nieren kontinuierlich ab.
Dabei geht die Verminderung der Reinigungs- und Entwässerungsfunktion der Nieren oft mit der Entstehung einer Blutarmut (Anämie) einher. Diese wird auch als »renale Anämie« bezeichnet, da sie sich infolge einer Nierenerkrankung (ren = griech. Niere) entwickelt.

Im Laufe der chronischen Nierenerkrankung entwickeln ca. 90% aller Betroffenen mit chronischer Niereninsuffizienz eine Blutarmut.
Beim gesunden Menschen werden pro Stunde ungefähr 10 Milliarden alte und beschädigte rote Blutkörperchen (Erythrozyten) vor allem in der Milz aus dem Blutkreislauf entfernt. Um ein Gleichgewicht aufrecht zu erhalten, entstehen im Knochenmark ununterbrochen ebenso viele neu. Die Bildung der Erythrozyten wird vom Körper durch das Hormon Erythropoetin, das in der gesunden Niere gebildet wird, gesteuert.
Gehen mehr rote Blutkörperchen verloren als neue gebildet werden, entwickelt sich eine Anämie.

Hauptursache der Anämie bei Niereninsuffizienz ist die verminderte Produktion des Hormons Erythropoetin.
In der Literatur, aber auch im Alltag wird dieser Begriff häufig mit »Epo« abgekürzt."

Insbesondere bei der Behandlung der Blutarmut wurden im letzten Jahrzehnt erfreuliche medizinische Fortschritte erzielt.

Quelle:
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Zitat aus nachfolgender Quelle:
"Niereninsuffizienz kann den Sauerstoffgehalt des Blutes reduzieren

Die Niere hat zum einen die Aufgabe, Giftstoffe aus dem Blut zu filtern.
Zum anderen produziert die Niere auch lebenswichtige Hormone wie Renin (Regulation des Blutdrucks), aktives Vitamin D3 (Knochenstoffwechsel) und Erythropoetin.
Die Funktion des Erythropoetins ist es, die Bildung der roten Blutkörperchen anzuregen.
Bei Mangel dieses Hormons kommt es zu einer Blutarmut (Anämie). "

Eine kranke Niere hingegen hat nicht nur eine geringere Filterleistung, sie produziert auch weniger Hormone.
Der Mangel an Erythropoetin führt zu einem Mangel an roten Blutkörperchen.
Dies bezeichnet man als Blutarmut oder auch Anämie.
Eine Blutarmut hat viele Folgen und schränkt die Lebensqualität der Betroffenen erheblich ein.

Rote Blutkörperchen haben die Aufgabe, den Körper mit Sauerstoff zu versorgen, denn nur ein ausreichend mit Sauerstoff versorgter Körper ist leistungsfähig. Der Körper von Patienten mit einer Blutarmut wird mangelhaft mit Sauerstoff versorgt.
Die Patienten leiden unter rascher Ermüdung bei körperlicher Arbeit, Atemnot und Schwindelgefühl. Langfristig können die Betroffenen eine Herzinsuffizienz bekommen.

Den Schweregrad einer Anämie kann man durch die regelmäßige Kontrolle des Hämoglobin(Hb)-Wertes feststellen. Er wird im Rahmen eines Blutbildes bestimmt und gibt Auskunft über den Gehalt an roten Blutkörperchen im Blut. Ist er zu niedrig, kann korrigierend eingegriffen werden.

Heutzutage können Erythropoese stimmulierende Faktoren biotechnologisch hergestellt werden. Wie das körpereigene Erythropoetin regen sie die Bildung der roten Blutkörperchen an und ein bestehender Mangel an Erythrozyten wird schneller überwunden.

Quelle:
niere.org.de, anklicken
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