Giardien - Diätetik - / Giardiendiät / Ernährung bei Giardien / Diät Giardien

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Giardien - Diätetik - / Giardiendiät / Ernährung bei Giardien / Diät Giardien

Beitrag  Boxermaus am So 10 Mai 2009 - 17:01

Giardien


Behandlung Hund / Katze mit Panacur


http://antonacci.de/heike/veroeffentlichungenpublic/giardienintervet.pdf

http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?tak/05000000/00055374.01?inhalt_c.htm

copyright (c) gertrud laubhan-sauerwein (boxermaus)

Zitat aus unten genannter Quelle
Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Giardien (Giardia) sind eine Gattung von mikroskopisch kleinen Dünndarm-Parasiten. Sie werden, ähnlich wie Kokzidien, traditionell zu den Protozoen gezählt, d. h. es sind heterotrophe („tierische“) Einzeller. Sie kommen weltweit bei einer Vielzahl von Säugetieren, aber auch bei Amphibien, Reptilien und Vögeln vor. Für den Menschen stellen sie als Zoonoseerreger eine Gefahr dar. Ein weit verbreiteter Vertreter der Giardien ist Giardia intestinalis, auch Giardia lamblia, Giardia duodenalis oder Lamblia intestinalis genannt.

Die Darmparasiten haben eine birnenförmige Gestalt mit zwei typischen Kernen, die den Anschein eines Augenpaares (in Wirklichkeit Zellkerne mit Erbinformationen) haben. Zur Fortbewegung nutzen Giardien ihre Geißeln. Mit Hilfe ihres Bauchsaugnapfes sind die Durchfallerreger in der Lage, sich an der Darmwand des Wirts festzusetzen, d. h. sie dringen nicht in das Gewebe ein. Dort vermehren sie sich dann millionenfach auf der Oberfläche der Darmschleimhaut.

Um andere Lebewesen (u. a. auch Menschen) zu befallen, umgeben sich jeweils zwei Giardien mit einer schützenden Hülle und lassen sich über den Kot ausscheiden. Durch die Hülle sind sie bis zu Wochen geschützt, bevor sie vom neuen Wirt über verschmutztes Wasser oder Nahrungsmittel aufgenommen werden. Die infektiösen Parasiten bleiben in feuchten Böden bis zu sieben Wochen infektiös, in kühlem Wasser (4 °C) bis zu drei Monaten, wobei sie unter optimalen Bedingungen sogar mehrere Monate lebensfähig bleiben können.

Viele Menschen und Tiere beherbergen Giardien im Darm, ohne sich krank zu fühlen. Trotzdem scheiden sie den Parasiten mit ihrem Stuhl aus. Andere befallene Individuen leiden an Übelkeit, Bauchschmerzen und Durchfall. Beim Menschen wird eine Infektion mit Giardien meist mit einer Reise in tropische Regionen oder Abenteuerreisen in die freie Natur erklärt. Tatsächlich sind die hygienischen Bedingungen in diesen Gebieten oder „Camps“ oft ungenügend, so dass eine Ansteckung durch Wasser oder Nahrungsmittel leicht möglich ist.

Quelle

http://de.wikipedia.org/wiki/Giardia


Zitat:

Welpen sind um ein Vielfaches gefährdeter als erwachsene Hunde.

Möglicherweise ist die Giardiose der Hunde und Katzen die häufigste Darmparasitose in den westlichen Industrieländern, zumindest in den südlichen Staaten Europas.

Insbesondere bei Tieren aus Tierheimen muss von einer sehr hohen Infektionsrate (bis 100 %) ausgegangen werden.
Die Giardiose ist eine Faktorenkrankheit, die erst bei einer entsprechenden Disposition manifest wird.

Unter anderem fördert eine kohlenhydratreiche Ernährung die Erkrankung.

Die Giardiose verläuft in vielen Fällen symptomlos.
... erwachsene Hunde können Dauerausscheider sein, ohne selbst zu erkranken...

Die Erkrankung kann aber vorwiegend bei Jungtieren und geschwächten Hunden zu monatelang anhaltenden oder intermittierenden Durchfällen führen. Gelegentlich tritt Erbrechen auf

Die Kotbeschaffenheit variiert von wässrig mit Schleim-, evtl. Blutbeimengungen bis hell pastös infolge Fettausscheidung (Steatorrhoe).

Bei der üblichen parasitologischen Kotuntersuchung werden Giardia-Zysten nur im Ausnahmefall diagnostiziert.
Auf jeden Fall sind geeignete Flotationsmethoden anzuwenden.

Therapie
Als Mittel der Wahl gilt Fenbendazol.
Die Richtdosis beträgt für alle Altersstufen 50 mg/kg Körpergewicht.
Die Behandlung soll gewichtsabhängig an drei aufeinanderfolgenden Tagen erfolgen.
Welpen sollen im Alter von 2 Wochen, 5 Wochen und vor dem Verlassen des Züchters behandelt werden.
In Abhängigkeit vom Infektionsdruck können weitere Behandlungen im Alter von 8 – 12 Wochen erfolgen.

Intervet hat nun eine neue Entwurmungspaste speziell für die Hundeund Katzenwelpen entwickelt. Die neue Panacur® PetPaste hat ein breites
Wirkspektrum gegen Spul- und Hakenwürmer; bei Hundewelpen und Hunden bis 6 kg Körpergewicht zusätzlich gegen Giardien.


Quelle:
http://www.vetion.de/tipinfo/pdf/grosstierpraxis/GP_04_09_giardiose.pdf





Erste Maßnahmen:

copyright (c) gertrud laubhan-sauerwein (boxermaus)

Verhalten (Hund und HH) versuchen zu ändern!

Die Hunde dürfen NICHT aus Pfützen trinken, sofort verbieten und als Alternative frisches Wasser anbieten.
Daher immer etwas frisches Wasser für unterwegs mitnehmen und dem Hund so oft wie möglich anbieten und damit zeigen, dass er von dem HH zu trinken bekommt.

Essbares oder auch nicht essbares wie Kot von anderen Tieren vom Boden unterwegs aufnehmen, verbieten und Alternativ z.B. Leckerli dabei haben, anbieten.

Bei unerklärlichem Durchfall, schleimigen Kot zur Sicherheit den Kot auf Befall untersuchen lassen.

Ev. Vorsorge einmal im Jahr den Kot auch auf Giardienbefall untersuchen lassen.






Ernährung

copyright (c) gertrud laubhan-sauerwein/boxermaus/ mai 2008

Eine Diät
mit faserreichen
sowie
kohlenhydratarmen Lebensmittel
ist empfehlenswert, denn damit entzieht man u.a. den Parasiten die Nahrungsgrundlage  


Für die Keimabtötung ist ein saures Magenmilieu (erzielt durch die Produktion von Salzsäure) ausgesprochen wichtig.

Daher während der Diät KEINE CalciumZUSÄTZE, denn dieser Kalk ist der schlimmste Gegenspieler der Salzsäure des Hundemagens.

Knochen wirken ebenfalls basisch, jedoch nicht in der selben Weise wie Calciumzusätze, da die Freisetzung im Magen eben langsamer vorangeht, als bei Pulver, das schlagartig sozusagen die Magensäure "löscht". Mit Knochen als Ca-Lieferant in dieser Diät wird das saure Milieu also weitgehenst erhalten.


Bekannt ist, dass Hunde, die regelmäßig mit rohen Knochen gefüttert werden, ein etwas saureres Magenmilieu als andere Hunde haben und damit  einen noch besseren Schutz gegen Darmparasiten aller Art.



Soweit keine Allergien, Unverträglichkeiten vorliegen:

Faserreich sind u.a.

  • Obst => faserreich, jedoch die süßen Sorten sind wieder kohlenhydratreich!!
  • Gemüse => besonders zu empfehlen, roh pürierte Möhren, Fenchel und Sauerkraut (u.a. auch wegen Milchsäurebakterien= Darmaufbau, etc.)
  • Kräuter => darmaufbauendes, bzw. auch wurmwidriges, wie etwas Schwarzkümmel, Beifuss
  • Bio-Kokosmehl => reine Ballaststoffe, kohlenhydratarm und eventuell wurmwidrig.
    Kokosmehl wäre zusätzliche Ballaststoffe mit wenig KH
    Kokosmehl enthält nur 4% Kohlenhydrate und 61 % an Ballaststoffen.
    Das ist ca. zweimal mehr als Weizenkleie oder Leinsamen und fast viermal mehr als Pflaumen und Haferkleie.
    Ballaststoffe sind wichtig für die Darmmotorik/Darmbewegung und damit für den geregelten Kotabsatz/Kotform.
    Zu viel kann zu Verstopfungen führen, vor allem wenn nicht ausreichend Flüssigkeit aufgenommen wird. Daher ev. noch zusätzliche Flüssigkeit wie Hühnerbrühe anbieten.



Zusätze und Aufbauendes ergänzen
unter anderem, soweit verträglich und keine Allergien bekannt sind
Propolis
Katzenkralle

MSM
u.a. auch bei Giardia (Darmflagellat), bei Trichinen und Darmwürmern ....
Es wird von den Forschern vermutet, dass MSM die Parasiten daran hindert die Schleimhautoberflächen-Rezeptoren zu erreichen.



Grundsätzlich Immunsystem aufbauen, stärken
und
Darmflora gleichzeitig aufbauen mit entsprechenden Ergänzungen (Symbio etc.)


"Immunsystem aufbauen" => siehe extra Thema im Forum

Durch die Gabe von Darmbakterien
versucht man dann die Darmflora gleichzeitig aufzubauen und sollte recht lange nach einer Besserung ergänzt werden.

http://boxermaus.forumieren.de/t3314-darmflora-darmschleimheit-aufbau-bei-allen-erkrankungen-nach-ab-etc?highlight=Darmflora


Kohlenhydratreiche Lebensmitel
bis eine nachweisliche Besserung eintritt, NICHT FÜTTERN !!

Es verstärkt nur die teilweise blutigen Durchfälle und ist Nahrung für die Parasiten

Kohlenhydratreiches ist unter anderem

  • jegliches Getreide (Reis, Haferflocken, etc.)
  • Getreidenebenprodukte (Brot, Nudeln, selbst gemachte Hunde-Kekse, etc.)
  • süße Obstsorten, auch Bananen sind sehr KH-reich!!
  • gekochte Kartoffel, gekochte Möhren, gekochter Kürbis
  • Alles was süß ist, wie Honig etc.



vRp (verdauliches Rohprotein) Bedarf am TAG
genauer füttern, bzw. berechnen und nicht pauschal füttern

Proteinreiche Lebensmittel:
Muskelfleisch
Innereien (Herz, Leber, Nieren etc.)
Milchprodukte: Quark und Hüttenkäse, Käse
Fisch


Fett & Öl
Diese geannten Lebensmittel enthalten ca. im Durchschnitt 2.20 g Kohlenhydrate (pro 100g)
Also recht wenige KH und muss unbedingt gefüttert werden, damit der Hund in einer Diät, wo u.a. Protein genauer gefüttert wird,keine anderen KH wie über Getreide ergänzt werden, sein Gewicht hält.


Gemüse
bis zur Besserung:
Gemüse enthält im Durchschnitt 9.80 g Kohlenhydrate (pro 100g)
Fütterungsmenge:
Bedarfsgerechten Mengen
50 % roh püriert / 50 % gedünstet


Essentiellen Fettsäuren
=> Omega-3-Fettsäuren => hochwertige Pflanzenöle, wie Leinöl, Hanföl etc. hier auf zusätzliches Vit. E achten, wie Weizenkeimöl ergänzen
=> Keine Fischöle, da es kein natürliches Produkt, sondern ein denaturiertes "Kunstprodukt" ist



Obst und Nüsse
in dieser Diät bis Besserung wenig, eher nichts davon füttern, denn
Obst, Früchte & Nüsse enthalten im Durchschnitt 17.60 g Kohlenhydrate (pro 100g)


Wichtig ist für die Gesundung, bzw. für die Gesunderhaltung anderere Lebewese im Haushalt:
die Hygiene !!!!
wegen eine Wiederansteckung und zum Schutz von Mensch und anderen Tieren im Haushalt:
Wie tägliche Reinigung (bei allen Tieren) die
Schlafplätze (eventuell mit Bettücher abdecken, sind dann schneller in die Waschmaschine zu stecken)
Futternäpfe,
ev. Katzen-Kennel,
ev. Hunde-Transportboxen,
Auto,
Spielzeug
etc.
ist für einen gewissen Zeitraum dringend anzuraten!

Super gut geeignet für die Reinigung sind:
Hier sind die Dampfstrahler /Dampfstaubsauger, da die Giardien erst ab einer Temperatur von ca. 70 ° zerstört werden.

Nach dem heißen Dampfstrahlen oder heißem Nasssaugen
müssen die gereinigten Stellen mindestens 15 Minuten nachtrocknen, damit die Zysten absterben!!

Flächendesinfektionen wie
Neopredisan, Ammonium, Biodor nutzen.

Auch das tägliche Sauberhalten der Analregion, nach Kotabsatz,
wie nach der Gassirunde in die Dusche und dort mit abspülen bzw. mit entsprechendem Shampoo reinigen.
Hier sollten vom Menschen Spezialhandschuhe für Hautkrankheiten (von Alfavet) benutzt werden.
copyright (c) gertrud laubhan-sauerwein (boxermaus)

Infos:
http://www.vizslanews.de/Formulare/DHM_0309_06_15.pdf
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