Bewegungsapparat, Gelenke, Arthrose & Co. bei Hunden - Infos/Links/Hinweise

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten

Bewegungsapparat, Gelenke, Arthrose & Co. bei Hunden - Infos/Links/Hinweise

Beitrag  Boxermaus am Sa 19 Apr 2008 - 18:24

Copyright (c) gertrud laubhan-sauerwein - boxermaus -
2007 -2009



  • Trennlinie
  • Grüne Schrift unten ist zum anklicken.
    Hinter der grünen Schrift, verbergen sich Links

  • Trennlinie

___________

Von VET FIT

Studie Gelenkknorpel aufbauen
linkshier

auch von VET FIT
linkshier




Weiter informative Links:

Von Hans-Heinrich-Jörgensen
linkshier


Deutsches Arthrose Forum
linkshier


HiLife e.V.
linkshier


Dr. Stefan Brosig- Die Ingwer Studie
linkshier


Vitamin E zur Schmerzbekämpfung
linkshier


Heel
linkshier


nochmals Dr. Brosig, von Uni-Hohenheim
linkshier




Ernährungstips bei Gelenkproblemen - Arthrose -

Vermehrt Alpha- und Gamma-Linolensäure zuführen,
damit der Organismus daraus Prostaglandine und Leukotriene bilden kann, die Entzündungen hemmen. Linolensäuren sind in natürlicher und hoher Bioverfügbarkeit reichlich in hochwertigem, kaltgepresstem BIO-Lein-, Hanföl enthalten.
Anhaltswerte was Ernährungswissenschaftlicher aus bekannten Uni-TK (Deutschland) raten:
15 - 25 kg Hund ca. 1,5 - 2,0 Eßl / TAG
25 - 35 kg Hund ca. 2,0 - 2,5 Eßl / TAG
35 - 55 kg Hund ca. 2,5 - 3,0 Eßl / TAG


Folgendes in der Fütterung überprüfen (u.U. mit TA abprechen):
Vitamin A (in der Frischfütterung = frische Leber Menge überprüfen),
Vitamin C Hagebuttenpulver = Litozin mit Inhaltsstoff Gopo
linkshier

Vitamin E (Weizenkeimöl o.ä. täglich, ev. u.U. noch hochwertige natürliche Vitamin E Kapseln, je nach Hund etc.)
Dies Antioxidantien sind wichtig, um den Sauerstoffradikalen entgegenzuwirken, die bei entzündlichen Reaktionen zunehmend vorhandenen sind.
Vitamin D, das "Knochenvitamin"(frische Leber, Fisch, Eier), falls dies nicht vom Hund gefressen wird, mit Tierarzt über Vitamin D Zufuhr sprechen (bitte VORSICHT, da Überdosierung möglich!)
Vitamin K1 je nach Hund und Fütterung etc. (wenn erforderlich und sonst keine Zufuhr über frische Ernährung erfolgen kann, dann u.U. in Form von u.a. Kanavit Tropfen)


Hirse als "Basisgetreide" bei Gelenksbeschwerden
Goldhirse (aufgeschlossen) oder rohes Braunhirsemehl
Braunhirsemehl, extrrem fein gemahlen, in heißem Wasser und leicht auf Herdplatte ziehen lassen/einweichen/verkleistern und unters Futter mischen.
Ich mache es wie folgt:
Vor dem Gassi:
In einem Glaskochgeschirr, heißes Wasser mit etwas Braunhirsemehl ziehen lassen. Nach der Gassirunde Herdplatte an, leicht ziehen/verkleistern lassen, dann kommen die Futterbestandteile (Fleisch, Gemüse etc.) ebenfalls hinzu (da im Kühlschrank aufbewahrt) und alles leicht anwärmen.
.

Es ist kein Geheimnis, dass Hirse/Braunhirsemehl, die Arthrose an großen und kleinen Gelenken UND auch der Wirbelsäule heilend beeinflussen kann.Die Hirse enthält viele Mineralstoffe, Spurenelemente und Wirkstoffe, die noch nicht mal alle wissenschaftlich aufgedeckt sind. Unter anderem enthält Hirse reichlich, Kalzium, Kieselsäure, Phosphor, Kalium, Fluor, Magnesium, Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate, diemit Sicherheit am Aufbau des Skeletts (Knochen und Knorpel) u. a. beteiligt sind.
u.a. aus dieser Quelle entnommen
linkshier

Über Hirse/Braunhirsemehl ist ein separater Beitrag im Forum.

Gemahlene Nüsse = Vielfalt
(frisch, unbehandelt), je nach Hund/Umstände 3-4 mal die Woche/Menge je nach Körpergewicht.
Unbedingt fein gemahlen, da ganze Stücke vom Hund nicht verdaut werden.
Zuführung in der Frischfütterung wichtig (wenn möglich und keine Allergien gegen die Fütterung sprechen) u.a. wegen der reichhaltigen und natürlichen Zusammensetzung wichtiger Spurenelemente, die kaum in anderen Lebensmitteln enthalten sind.


Unter Umständen folgende Zusätze prüfen, ob sie zu der Erkrankung des Hundes passen:
Teufelskralle
linkshier

Zeel von Firma Heel
linkshier

Ingwer, Link siehe oben bei Dr. Stefan Brosig (Ingwer-Studie) = Vorsichtig, verträgt nicht jeder Hund und eine Dauertherapie muss individuelle entschieden werden.
Vitamin K1 = Knochenvitamin Link
linkshier
= sollte in der Frischfütterung grundsätzlich natürlich zugeführt werden.

Noch ohne Links
(derzeit eine von meinen vielen Baustelle):

Glucosamin, vorischt bei Allergiehunde, bes. Hausstaub, Milbenallergie
Chondroitin

Grünlippmuschel, Vorsicht bei Allergiehunde, bes. Hausstaub, Milbenallergie

Grünlipp-Info linkshier


DONA S bei Kniearthrosen mit hochdosierten Mengen an o.g. Inhalten
Kupfer ev. über entsprechende Lebensmittel (gem. Nüsse)
Selen, reichlich in Paranüssen zu finden
Vitamin E wie über Zufütterung von Arganöl oder Weizenkeimöl, ev. Vit.E Kapseln mit hochwertigen natürlichen Inhaltsstoffen
Hochwertige pflanzliche Öle
mit hohem Omega-3-Fettsäuren-Gehalt (Linolensäure), wie bereits erwähnte Öle
Weidenrinde als Tee, soll gut gegen Schmerzen wirken. Auf Verträglichkeit/Allergien achten !!!! Bitte gesundheitliche "Gefahren/Bedenken" beachten !!


Gelenknorpelaufbau
Kollagen-Hydrolysat mehrmals im Jahr eine längerdauernde Kur
(Richtwert: 30-40 kg Hund ca. 1 Eßl /Tag)
Tierärztlich Hochschule Hannover - Dissertation
linkshier

Noch einmal die obige Dissertation in anderer Form
linkshier

Ärztezeitung über Kollagen-Hydrolysat
linkshier



Noch unklar ob und in wieweit für Hunde
Ultra Protect - Ackerschachtelhalm
linkshier


Ackerschachtelhalm wäre auf jeden Fall die natürlichste und beste Art der Zufuhr von Kieselsäure.
Allein schon aufgrund der hohen Bio-Verfügbarkeit und der natürlichen Zusammensetzung.
Aber:
Es ist ein hochwirksames Heilkraut, das u.a. bei Harnwegserkrankungen Anwendung findet und entsprechend harntreibend ist.
Für ein nicht für diesen Zweck, bzw. eine stetige Zuführung als "gewöhnlicher" Zusatz ist Vorsicht geboten, da dies wiederum zu Harntraktreizungen, Magenreizen etc. führen kann.
Wenn eine Zuführung für Harnwegsprobleme vorgesehen ist, dann als Tee:
1 TL Zinnkraut auf 2 Tassen gekochtes Wasser, überbrühen, ca. 15 Min. ziehen lassen, durch ein Sieb filtern, dann als "Gelenk-Zusatz" ca. 2 - 6 Eßl pro Tag bei ca. 30 kg Hund.
Je nach Hund und sollte individuell beobachtet werden.
Wenn eine Zuführung hinsichtlich dem Kieselsäuregehalt für den Bewegungsapparat vorgesehen ist:
Beim ca. 30 kg Hund ca. 1 gestrichenen TL/TAG, ca. 2-3 mal die Woche.
Das Kraut in einer Gewürzmühle zermahlen, verteilt über die Mahlzeiten, direkt ins Futter mischen (kein Tee)


Wichtig zu wissen:
Handelsübliche Kieselsäureprodukte haben eines extrem schlechte Resorption im Darm ...unter 1 % !!!!!.

D.h. mit solchen Produkten muss man enorme Mengen füttern,um überhaupt ein Wirkung erzielen zu wollen und ob
und wie sich diese "künstlichen" Produkte auf den Organmismus auswirken, ist fraglich und sogar z.T. negativ/toxisch bekannt.


Arthrose-Hunde
sollten nicht zu lange Spaziergänge machen.
Besser sind kurze, ca. 10 - 20 Min und dafür öfters mal kurz raus. Bitte je nach Hund und Umstände entscheiden.



Habe bei meiner Arthrose-Hündin, die letzten Wochen super Erfolg mit:

Naturheilmittel:

Zeel ad us vet von Heel Tabletten
mittel bis große Hunde ca. 6-9 Tabl. / Tag
zusätzlich

Traumeel ad us vet von Heel Tabletten
1-2 Tabletten pro Tag
Zusätzlich hilft oft, wenn das Arznei-/Krankheitsbild paßt:
Probleme beim Aufstehen, langsames aufstehen und hinsetzen und zu Beginn der Bewegung
Hund läuft erst "eckig, humpelnd und läuft sich langsam ein"" um dann bei langdauernde Bewegung wieder langsamer (hinken) zu werden oder sich gar hinzusetzen um auszuruhen-
Die Beschwerden verschlimmer sich meist bei Nässe/Kälte und verbessern sich bei trockene Wärme.
Dann:
Rhus toxicodendron C30
täglich 1 Tablette oder 8-10 Globuli
(Quelle:"Naturheilpraxis Hunde" von THP Petra Stein)
und wie bereits erwähnt finde ich bestimmte Schüßler Salze eine ideale Ergänzung. Bin noch an einer Zusammenstellung welche sich eigenen würden.
______

Hinweise:
Bitte entsprechend unsere Forumsregeln zur Kenntniss nehmen !!
anklicken


Copyright (c) gertrud laubhan-sauerwein - boxermaus -
2007 -2009 [/b]


Zuletzt von Boxermaus am Fr 12 Aug 2011 - 15:25 bearbeitet; insgesamt 7-mal bearbeitet
avatar
Boxermaus
Forumsbetreiberin

Weiblich Anzahl der Beiträge : 18582
Alter : 61
Anmeldedatum : 28.03.08

http://boxermaus.forumieren.de

Nach oben Nach unten

Re: Bewegungsapparat, Gelenke, Arthrose & Co. bei Hunden - Infos/Links/Hinweise

Beitrag  Boxermaus am So 4 Mai 2008 - 17:43

Ingwerstudie Dr. Stefan Brosig

Ingwer als Pferdearznei:
Ein altes Gewürz zeigt am Pferd eine neue Wirkung.
Ein Gewürz in der Pferdefütterung?
Manch einer mag da mit dem Kopf schütteln. Dennoch gibt es gute Gründe, sich an den Gedanken zu gewöhnen.

Als Schmerzmittel und Entzündungshemmer ohne gefährliche Nebenwirkungen findet Ingwer immer mehr Anhänger.

Wie kam es zur Entdeckung von Ingwer als Schmerzmittel? Und wie lange wird Ingwer schon in der Pferdemedizin verwendet?
Dr. Stefan Brosig:
Zwar sind in der Pferdeheilkunde in den letzten 50 Jahren grosse Fortschritte erzielt worden, und es ist heute möglich, Verletzungen zu behandeln, die früher einem Todesurteil gleichgekommen wären. Dennoch weist aber die ärztliche Heilkunst noch einige sehr deutliche Schwachstellen auf, die die Pharmaindustrie bis zum heutigen Tage nicht zu beseitigen vermochte.
Eine dieser Schwachstellen ist die Bekämpfung von Schmerzen und Entzündungen ohne schädliche Nebenwirkungen.
Die bislang verfügbaren schmerz- und entzündungshemmenden Mittel aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (am bekanntesten bei den Pferdehaltern: Equipalazone) greifen alle nach bereits kurzer Zeit den Verdauungstrakt so stark an, dass deren Einsatz zeitlich beschränkt erfolgen muss und ein andauernder Einsatz bei chronischen Schmerzen, zum Beispiel auch bei altersbedingtem Verschleiss, ausgeschlossen ist.
Australische Wissenschaftler des Herbal Medicine Research and Education Centre und der University of Queensland haben nun mit einer Entdeckung aus Mutter Natur dazu beigetragen, diese Schwachstelle für viele Anwendungsfälle zu beseitigen:
Sie fanden vor etwa zwei Jahren, dass das Gewürz Ingwer bei Ratten das Schmerzempfinden herabsetzt und entzündungshemmend wirkt!

Wie wirkt Ingwer?
Bestimmte Inhaltsstoffe des Ingwers, vor allem die sogenannten Gingerole, die wesentlichen Scharfstoffe des Ingwers (englisch: ginger), docken an die gleichen Rezeptoren in den Zellen an, wie zum Beispiel die nichtsteroidalen Antirheumatika Ibuprofen und Aspirin (und Equipalazone!). Dabei zeigt aber der Ingwer nicht die schweren Nebenwirkungen, die mit der Gabe der üblichen nichtsteroidalen Antirheumatika verbunden sind.
Überraschenderweise hat es sich in der Zwischenzeit gezeigt, dass Ingwer bei Pferden sogar noch stärker schmerz- und entzündungshemmend wirkt als bei Ratten.

Wo liegen die Einsatzgebiete von Ingwer?
Das Pferd, welches bislang über die längste Zeit täglich Ingwer in größerer Menge als Futterzusatz erhält, ist wohl mein nunmehr 33-jähriger Warmblutwallach Waran, der ihn seit März 2002 zur Behandlung einer schweren Krongelenksentzündung bekam. Ab November des gleichen Jahres war die Entzündung ausgeheilt, er erhielt den Ingwer aber seitdem weiter in halber Dosierung, da er ihm insgesamt gut tut. (Er macht immer noch keinerlei Anstalten für ein baldiges Ableben!) Ein großes Blutbild, das ich Anfang März diesen Jahres zum „zweijährigen Jubiläum“ seines Ingwerfressens anfertigen ließ, war hervorragend. Leber und Niere des alten Recken haben durch das Gewürz offensichtlich keinen Schaden davongetragen!
Seitdem hat Ingwer schon vielen anderen Pferden das Leben erleichtert. In der Zwischenzeit wird er bereits von einigen Gestüten routinemässig zu Behandlungen eingesetzt - rassemässig übergreifend vom Isländer bis zum Trakehner.
Prominentester „Ingwerfresser“ ist zur Zeit wohl die Trakehner Stute Renaissance Fleur, die im Februar 2003 im Ausbildungsstall Theodorescu auf tragische Weise einen dreifachen Trümmerbruch von Fesselbein und Fesselgelenk erlitt. Das Bein wurde in einer Notoperation mit neun (!) Schrauben wie ein Mosaik wieder einigermassen zusammengesetzt. Das Gewicht des Pferdes wurde gleichzeitig über einen Aussenverband um die Fessel herum direkt auf den Huf übertragen - ein Beweis, was die heutige Medizin Unglaubliches zu leisten vermag! Nachdem die Stute nach vier Monaten aus der Klinik kam, lief sie allerdings immer schlechter. Das Fesselgelenk versteifte (gewollt) völlig. Schliesslich lahmte die Stute wegen Arthrosen stark und magerte auch immer mehr ab.
Durch Ingwerfütterung ist nun der Stute seit Mitte September 2003 wieder ein schmerzfreies Gehen und auch Traben möglich. Wenn das völlig versteifte Fesselgelenk den Belastungen standhält, ist damit wenigstens der Weg frei für ein hoffentlich noch langes und beschwerdefreies Leben dieser Stute. Vor etwa 2 Monaten konnte nun auch bei Renaissance Fleur die tägliche Ingwermenge von 15 auf 8 Gramm verringert werden.
Es sollte hier auch nicht unerwähnt bleiben, daß Ingwer vielen Pferden helfen konnte, die Probleme mit Kotwasser haben, die sich nicht durch Futterumstellung beheben ließen.

Was ist bei der Anwendung/Fütterung von Ingwer zu beachten?
Für Pferdehalter sind vor allem praktische Hinweise zur Anwendung interessant. Im folgenden möchte ich daher die wesentlichen Punkte aufzählen, die für eine erfolgreiche Anwendung beim Pferd zu beachten sind:

1)
Ingwer ist ein Naturprodukt und seine schmerz- und entzündungshemmende Wirkung ist stark abhängig von seinem Gehalt an Scharfstoffen, das sind vor allem die Gingerole, die im handelsüblichen Ingwer zwischen 1 und 3 % schwanken.
Den höchsten Gehalt an Gingerolen weist üblicherweise Ingwer aus Afrika (Tansania, Nigeria) auf, und dieser sollte daher auch bevorzugt zum Einsatz kommen.
Der gemahlene Ingwer aus dem Supermarkt
ist teurer, älter und leider im Scharfstoffgehalt nicht spezifiziert.
Ingwer aus der Apotheke
ist erstens teurer und häufig auch merklich schlechter, denn die Gingerole wandeln sich bei Lagerung langsam in sogenannte Shogaole um, die deutlich weniger scharf und weniger wirksam sind. Grössere Mengen Ingwer lagert man daher bevorzugt in geschlossenen Gefässen im Kühlschrank und füllt sich in ein kleineres dicht schließendes Gefäss die Menge für mehrere Wochen ab.

2.)
Bei Pferden, die zum ersten Mal mit Ingwer behandelt werden, ist es notwendig, ihn langsam anzufüttern.
Englische Vollblüter und auch Trakehner können hier erfahrungsgemäss heikel sein. Man beginnt am besten mit etwa einem Gramm in etwa einem halben Kilo angefeuchtetem Quetschhafer. Bei Fütterung von ungequetschtem Hafer, in dem der Ingwergeschmack stärker zur Geltung kommt, empfiehlt es sich, zusätzlich Mohrrüben oder Äpfel beizufügen. Die nächsten Male kann man auf 3 Gramm, dann 5 Gramm und so weiter steigern. Es ist vermutlich hauptsächlich der Geruch und weniger die Schärfe, der die Pferde anfangs irritiert. Pferde scheinen allgemein wenig Geschmackssinn für Schärfe zu besitzen. Bei späteren Behandlungen, wenn das Pferd den Ingwer bereits kennt, kann die Dosis sehr schnell hochgefahren werden.
Für sehr heikle Pferde hat sich die Verfütterung des Ingwers in gebrochener oder geschnittener Form bewährt.
Die gröbere Form riecht deutlich weniger und wird besser angenommen. Allerdings ist auch die Verwertung im Darm schlechter.
Ein Teil des Ingwers kommt wohl „hinten“ wieder heraus.
Erste Versuche haben bei einer 30-jährigen Stute, deren Dosis bei gemahlenem Ingwer 15 Gramm pro Tag betrug, beim groben geschnittenen eine notwendige Dosis von 25 bis 30 Gramm ergeben, die aber in dieser Form sehr gut angenommen wurde.

3.)
Bei den allermeisten Pferden beträgt die tägliche Dosis, ab der eine starke schmerz- und entzündungshemmende Wirkung zu beobachten ist, etwa 3 Gramm (getrocknet) pro 100 Kilo Körpergewicht bei einer Ingwerqualität mit etwa 2,5% Scharfstoffgehalt. Für ein 500 Kilopferd sind das also etwa 15 Gramm am Tag.
Wie beim Menschen auch, kann die Dosis jedoch auch individuell verschieden sein, also geringer oder höher. Die 15 Gramm für ein 500 Kilopferd sind jedoch ein sehr guter Richtwert.
Wenn man die geschätzte Dosis erreicht hat, wartet man erst einmal zwei Tage mit einer weiteren Steigerung ab, denn eine Charakteristik in der Behandlung mit Ingwer ist, dass er erst etwa zwei Tage nach Erreichen der notwendigen Menge deutlich beginnt Wirkung zu zeigen, wobei sich diese dann meistens noch in den nächsten Tagen etwas steigert.
Tritt bei der für das betreffende Pferd geschätzten Menge noch keine erkennbare Wirkung ein, so wird weiter erhöht (günstig sind 3-Gramm Schritte). Die maximale mir bekannte Menge Ingwer, die ein Pferd pro Tag bisher benötigt hat, waren 35 Gramm für ein grosses Warmblut. Bei jedem Pferd, bei dem die herkömmlichen nichtsteroidalen Entzündungshemmer wirken, muss auch der Ingwer wirken, da der Wirkungsmechanismus identisch ist.
Hat man die notwendige tägliche Mindestdosis für das betreffende Pferd ermittelt, so ist es sinnvoll, diese noch als Sicherheitsspielraum um etwa 20% zu überschreiten, um Dosierungsungenauigkeiten und Befindlichkeitsschwankungen von Tag zu Tag auszugleichen.
Es ist nicht unbedingt notwendig, aber vorteilhaft, die Dosis auf zwei Mahlzeiten am Tag zu verteilen. Die Schärfe verteilt sich dann auf mehrere Portionen und wird von Anfang an leichter akzeptiert.
Bei Pferden mit starker Niereninsuffizienz ist die Dosis zum Teil deutlich geringer, vermutlich, weil die Wirkstoffe aus dem Körper langsamer ausgeschieden werden. Hier muß deutlich vorsichtiger angefüttert werden.

4.)
Im ersten Monat der Anwendung kann wie bei allen Schmerzmitteln eine gewisse Gewöhnung stattfinden, die es erforderlich macht, die Dosis noch einmal um etwa 20% zu erhöhen. In der Folgezeit bleibt diese Dosis dann nach bisheriger Erfahrung konstant.

5.)
Wie bereits erwähnt ist der scharfe Übergang von nicht beobachtbarer Wirkung zu deutlicher Wirkung bei einer nur geringfügigen Steigerung der Ingwermenge bemerkenswert. Dieser findet ungefähr in einem engen Bereich von nur ungefähr 20% der Mindestdosis statt. Es kann also sein, daß bei 12 Gramm am Tag noch keine Wirkung erkennbar ist und bei 15 Gramm das Pferd plötzlich vor Freude ausschlägt und über die Weide davontrabt.
Diese plötzlich einsetzende Wirkung ab einer bestimmten Menge ist wohl auch der Grund dafür, weshalb sie den Pferdehaltern, die in der Vergangenheit sicherlich auch schon viel ausprobiert haben, wohl bisher entgangen ist.

6.)
Den Ingwer gibt man in der erforderlichen Menge solange, bis die Entzündung ausgeheilt ist und senkt dann die tägliche Menge wieder kontinuierlich ab.
Es versteht sich von selbst, dass bis zur Ausheilung die Schmerzlosigkeit nicht zur Arbeit des Pferdes ausgenutzt werden darf, da sich sonst die Ursache der niedergehaltenen Entzündung verschlimmern kann.

7.)
Prinzipiell zählt Ingwer, obwohl ein Nahrungsmittel, zu den Dopingmitteln. Daher sind auch bereits das Direktorium für Vollblutzucht und Rennen und die FN darüber informiert.
Allerdings wird Ingwer dennoch bereits (und mit Erfolg!) im Sport eingesetzt. Offensichtlich wird entweder nicht danach gesucht, oder er wird von den Dopinginstanzen bislang nicht als Doping angesehen.

8.)
Für alte Pferde scheint eine dauerhafte Gabe bis Lebensende von etwa der Hälfte der oben angegebenen Menge gesundheitlich von Vorteil zu sein. Das Blut wird dünner, Heilungen finden auch in den schlechter durchbluteten Extremitäten schneller statt. Thrombosen verschwinden langsam oder werden schwächer, Beine laufen weniger an, der Kreislauf wird entlastet, der Fellwechsel scheint schneller abzulaufen. Die Pferde werden wieder „jünger“.
Dies hängt mit den auch schon beim Menschen beobachteten Wirkungen des Ingwers aufgrund seiner Gesamtheit an Inhaltsstoffen zusammen.


Fortsetzung siehe unten


Zuletzt von Gertrud (Boxermaus) am So 4 Mai 2008 - 17:59 bearbeitet; insgesamt 4-mal bearbeitet
avatar
Boxermaus
Forumsbetreiberin

Weiblich Anzahl der Beiträge : 18582
Alter : 61
Anmeldedatum : 28.03.08

http://boxermaus.forumieren.de

Nach oben Nach unten

Re: Bewegungsapparat, Gelenke, Arthrose & Co. bei Hunden - Infos/Links/Hinweise

Beitrag  Boxermaus am So 4 Mai 2008 - 17:46

Fortsetzung Ingwerstudie Dr. Brosig:


Interessant ist auch die Beobachtung, daß Arthrosen sich unter Ingwergabe anscheinend teilweise zurückbilden.
Zusammen mit meiner Tierärztin untersuchen wir das gerade genauer.
So ist z.B. die Krongelenksschale meines 33-jährigen Wallachs nach 2 Jahren Ingwerfütterung nur noch etwa ein Viertel so dick und der Huf, der anfangs durch die Gelenksversteifung steil geworden war, hat nun wieder die normale Form angenommen. Auch die Gelenkspalten sind gemäß Röntgenbild wieder frei.
Darüberhinaus hat er den kaum verknöcherten Hufknorpel eines jungen Pferdes! Dafür mache ich allerdings auch z.T. den Umstand verantwortlich, daß er keine angereicherten Fertigfutter- und Mineralfutter, sondern nur völlig natürliches Pferdefutter (Heu, Hafer, Gras, Möhren, Äpfel) erhält! Insbesondere bei gleichzeitiger Gabe von Kalzium in Kombination mit Vitamin D ist es nämlich bekannt, daß sich dadurch sogar in Muskeln Verkalkungen provozieren lassen!
Bei meinem 17-jährigen Vollblutwallach beginnt sich eine Hornsäule im Vorderhuf nach einem halben Jahr Ingwerfütterung und gleichzeitiger huforthopädischer Behandlung (Biernatschule) laut Röntgenbild ebenfalls zurückzubilden, was sehr ungewöhnlich ist. Üblicherweise ist es schon schwierig genug, in solchen Fällen den Status Quo zu halten.
All dies läßt sich eigentlich nur dadurch erklären, daß Heilungsprozesse im Körper bei Ingwerfütterung schneller ablaufen und dadurch Verschleißprozesse wieder teilweise rückgängig gemacht werden können. Denn der Zustand eines Körpers ist ja durch die jeweiligen Geschwindigkeiten von Verschleiß- und Reparaturvorgängen bestimmt. Laufen die Reparaturvorgänge schneller ab, muß es zu einer Rückreaktion, also teilweisen Heilung, kommen. Gemäß seinem genetischen Bauplan „weiß“ der Körper ja eigentlich, wo etwas hingehört, nur schafft er es im Alter oder bei Krankheit nicht mehr, die notwendige Reparatur auszuführen.
Zu langfristigen Heilungszwecken empfehle ich nach meinem bisherigen Wissensstand eine Ingwermenge, die der Hälfte bis 2/3 der schmerzhemmenden Dosis entspricht. Für ein normal empfindliches 500 Kilopferd wären das 7,5 bis 10 Gramm einer Qualität mit mehr als 2% Scharfstoffgehalt.
Dies ist auch die Menge, die nach meinem bisherigen Wissensstand bei Sehnenverletzungen sinnvoll ist.

9.)
Von einer Verfütterung von käuflichen Ingwerextrakten möchte ich dringend abraten!
Die reinen Gingerole reizen wie alle nichtsteroidalen Schmerz- und Entzündungshemmer den Verdauungstrakt. Es sind die vielen weiteren Inhaltsstoffe des Ingwers, die für die ausgesprochene Magenfreundlichkeit verantwortlich sind.

10.)
Alle Einflüsse, die sich negativ auf Entzündungen im Körper auswirken können, sollten tunlichst unterbleiben. Dazu gehört auch für Pferde ungeeignetes Futter.
Auch Menschen mit Gelenkerkrankungen bekommen „Schonkost“ und kein normales Essen. Besonders Brot wirkt nach meinen Beobachtungen verstärkend auf bereits vorhandene Entzündungen. Der Grund mag in den durch das Erhitzen entstandenen Aromastoffen liegen.
Obwohl bei völlig gesunden Pferden kein offensichtlicher Einfluss auf die Gelenke zu Tage tritt, sollte Brot meines Erachtens besser völlig aus dem Ernährungsplan von Pferden gestrichen werden.

11.)
Erste Versuche haben bei langfristiger Fütterung von Ingwer in einer Dosis von bereits 7,5 Gramm pro Tag (Warmblüter) eine sehr deutliche Verminderung im Wurmbefall ergeben. Auch ein Tier, dass erst 3 Wochen lang Ingwer erhielt, war laut Befund „wurmfrei“. Ein Jährling mit nachgewiesenem starken Wurmbefall war nach 6 Wochen wurmfrei.
Der Befall scheint somit auf sehr niedrigem Niveau gehalten werden zu können, was gegenüber der bisherigen Praxis mittels Wurmkuren eigentlich von Vorteil wäre. Es ist aber noch zu früh, Ingwer gegen Würmer zu empfehlen, da die Datenbasis noch zu schmal ist (etwa 15 Pferde). Die sichere und langfristige Wirksamkeit und die notwendige Dauer der Anwendung muss erst noch in weiteren Untersuchungen belegt werden. Immerhin ist aber schon bei Menschen bekannt, dass Gewürze Parasitenbefall niederhalten können. Darüberhinaus wird Ingwer in tropischen Ländern traditionell bei Bilharziose eingesetzt, ebenfalls einer Wurmerkrankung. Dies macht eine anthelminthische Wirkung beim Pferd sehr wahrscheinlich.

Ingwer kann und soll den Tierarzt nicht ersetzen!
Ingwer sollte nur eingesetzt werden, wenn die tierärztliche Diagnose feststeht oder die eigene sicher ist, oder es sich um altersbedingte Schäden handelt, bei denen man sowieso nur noch Symptome behandeln kann.

Übrigens
Von dem chinesischen Philosophen Konfuzius (551 – 479 v.Chr.) wird berichtet, er habe jeden Tag und in jeder seiner Mahlzeiten Ingwer zu sich genommen. Und wenn er auch selbst dadurch nicht bis heute überlebt hat, so haben immerhin seine Weisheiten bis in unsere Zeit überdauert....


Dosierung Hunde und Menschen
Beim Pferd beträgt die Dosis ungefähr 2 bis 3 Gramm Ingwer einer guten Qualität pro 100 Kilo Körpergewicht.
Beim Hund ist die körpergewichtsbezogene Dosis höher, da sie Stoffe anscheinend schneller verstoffwechseln (bei Grünlippmuschelmehl ist es genauso).

Pro "100 Kilo Hund" beträgt die Dosis mindestens 4 Gramm bis 6 Gramm , die man beim Hund langsam steigernd anfüttern muss.
Beim Mensch ist die körpergewichtsbezogene Dosis ähnlich.

Gleichzeitige Gabe von Grünlippmuschelmehl (2 bis 4 Gramm pro 100 Kilo Hund) zur Gelenkschmierung ist ebenfalls empfehlenswert, beginnt aber erst nach Wochen zu wirken!

Um die Menge richtig zu dosieren, ist es empfehlenswert, z.B. 20 Teelöffel voll auf einer Briefwaage abzuwiegen.
Nach Division durch 20 weiß man dann, wie viel ein Teelöffel voll wiegt
.


Zuletzt von Gertrud (Boxermaus) am So 4 Mai 2008 - 17:59 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
avatar
Boxermaus
Forumsbetreiberin

Weiblich Anzahl der Beiträge : 18582
Alter : 61
Anmeldedatum : 28.03.08

http://boxermaus.forumieren.de

Nach oben Nach unten

Re: Bewegungsapparat, Gelenke, Arthrose & Co. bei Hunden - Infos/Links/Hinweise

Beitrag  Boxermaus am So 4 Mai 2008 - 17:51

Copyright (c) gertrud laubhan-sauerwein / Boxermaus
2007 - 2009




Arthrose = Gelenkverschleiss
Grundsätzlich kann jedes Gelenk betroffen sein.

Am häufigsten sind es jedoch die Gelenke mit besonderen Belastungen, wie
- Knie (Gonarthrose),
- Hüftgelenk (Coxarthrose) ,
- Zehen (Finger),
- Schultergelenk,
- Wirbelsäule (Spondylarthrose)

Bei Schwellungen oder wenn sich das Gelenk wärme als andere anfühlt,
liegt höchstwahrscheinlich eine Entzündung vor, diese sollte durch den TA u.a. mit Corbuvit (habe damit die beste und schnellste Ausheilung erfahren) schnellsten ausgeheilt werden, da Entzündungen die Arthrose noch fördern und auch ansonsten den Organismus belasten.


Hagebuttenpulver
Hagebutte vorsichtig bei Birkenpollenallergie = Kreuzreaktion möglich, da aus der Gattung Rosengewächse und eine Sammelnussfrucht und keine Beere
Kann bei Arthrose Erkrankungen eingesetzt werden.
Eine dänische Forschergruppe (Larsen) identifizeirte im Jahr 2003 den in der wilden Hagebutte vorkommenden aktiven Inhaltsstoff Galakolipid. Eine Forschergruppe (Prof. Dr. Kharazmi) an der Uni Kopenhagen bestätigte 2004 die positiven Effekte einer Ernährungstherapie mit Hagebuttenpulver.

Zitat
"Ein wichtiger vorkommender Nährstoff ist ein Galaktolipid namens GOPO ® .
Um den Gehalt an GOPO ® in Hagebuttenprodukten zu erhalten, darf es während des Herstellungsprozesses nicht zu einer Erhitzung über 40°C kommen.
Daher enthalten die meisten Hagebuttenzubereitungen auch sehr wenig GOPO ® ,
Litozin Hagebuttenpulver hingegen ist reich an GOPO ® , da es in einem schonenden, patentierten Herstellungsverfahren gewonnen wird. Zitatende


Litozin:
linkshier

Anhand von klinischen Studien konnte bewiesen werden,
dass der Wirkstoff Galaktolipid, der in der wilden Hagebutte enthalten ist das

Einwandern von Leukozyten in den entzündeten Bereich hemmt und daher den den gesunden Gelenkknorpel schützt.

linkshier



Kollagenhydrolysat
Siehe entsprechende Links !!
Ich nehme nur das Pulver von Aspik-Pik-As, linkshier

Vorbeugend als Kur, bei gesunden Hunden, ca. 3 Monate (Frühjahr/Herbst)
30-40 kg Hunde 1-2 nicht gehäufte Esslöffel / Tag über die Mahlzeiten verteilt

Bei bestehenden chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates:
30-40 kg Hunde 1 nicht gehäufte Esslöffel /Tag
Rhythmus:
2-3 Monate täglich, dann einen Monate Pause = je nach Hund und Umstände!

Bei starken Erkrankungen unter Umständen täglich.

Auch hierbei auf Allergien gegen Schwein oder Rind beachten, je nachdem aus was das Kollagen hergestellt wurde, können Reaktionen entstehen.



Acker-Schachtelhalm = Zinnkraut
Sebastian Kneipp machte den Acker-Schachtelhalm als Heilpflanze wieder bekannt, er setzte ihn ein zur Behandlung gegen Rheuma … ist leider harntreibend und kann Magenprobleme verursachen

… vorsichtig anwenden = nicht täglich, da es ein Heilkraut für den Harnstrakt, wie Blase/Nieren ist. Es könnte hier zu unnötigen Reizung in den genannten Bereichen kommen, sowie zu Magenproblemen führen.

Meine Boxermaus ca. 33 kg
bekommt ca. 3 - 4 mal die Woche 1 gestrichenen TL gemahlenes Zinnkraut direkt in die Tagesration Futter verteilt (Gewürzmühle)

Super bei meiner Boxermaus wirkt:

Zeel ad us vet. Von Heel
Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopatischen Arzneimittelbildern ab.
Dazu gehören:
Rheumatische Gelenkbeschwerden.
Rheuma ist heutzutage ein Oberbegriff für verschiedenartige Erkrankungen. Betroffen sind vor allem Gelenke, Sehnen und Schleimbeutel sowie Muskeln und Bindegewebe. Patienten mit unterschiedlichen rheumatischen Krankheitsbildern leiden unter ähnlichen Beschwerden wie z.B. Bewegungseinschränkung und Schmerzen..
Einzelbestandteile:
Arnica (Bergwohlverleih)
Sanguinaria canadensis (Kanadische Blutwurzel)
Rheumatismus Muskeln, Weichteile, Gelenke
Solanum dulcamara (Bittersüß)
Entzündungen der Gelenke, ausgelöst durch Kälte und Nässe !!!
Sulfur (Schwefel)
Rheumatische Beschwerden, Schlafstörungen, nervöse Störungen, Schwächezustände etc. die u. a. als Folge der Bewegungserkrankungen.
Toxicodendron quercifolium / Rhus toxicodendron (Giftsumach)
Rheumatische Schmerzen in Knochen, Knochenhaut, Gelenken, Sehnen, Muskeln
In einer Tablette:
Toxicodendron quercifolium Dil. D2 1mg
Solanum dulcamara Dil. D2 0,3mg
Sulfur Dil D6 0,75mg
Arnica montana Dil. D2 0,5mg
Sanguinaria canadensis Dil D4 0,45mg
Lactose-Monhydrat
Magnesiumstearat

Die Dauer der Behandlung mit Zeel
richtet sich nach der Schwere, Art und Verlauf der Erkrankung.

Zeel kann auch langfristig eingenommen werden (Dauertherapie). Die Beschwerden/Behandlung sind auf jeden Fall mit dem TA (Orthopäden) abzusprechen.

Dosierung Hunde
Kleine Hunde ca. 1 - 3 Tabl. / Tag
Mittlere Hunde ca. 3 - 6 Tabl./ Tag
Große Hunde ca. 6 - 10 Tabl. / Tag

Anwendung:
Entweder dem Hund als Tabl. Dirket ins Maul oder mit einem Mörser zu Pulver zermahlen und das Pulver auf die Zunge geben.


Traumeel S
Ist eine optimale Ergänzung bei degenerative Prozesse am Stütz- und Bewegungsapparat, wie bei allen Arthrosen und auch Arthrititis.
Traumeel hemmt Entzündungen und wirkt im Bereich von Sehnen, Bändern, Schleimbeuteln und Muskulatur abschwellend und damit schmerzlindernd.

Dosierung Hunde:
1-4 Tabletten pro Tag

Anwendung:
Entweder dem Hund als Tabl. dirket ins Maul oder mit einem Mörser zu Pulver zermahlen und das Pulver auf die Zunge geben.


Discus compositum N
Mit Kalmia

Bei Gelenk- und Bindegewebserkrankungen
Wie bei Arthrosen, Bandscheibenvorfälle, etc
.
Diese homöop. Mitel fördert die Beweglichkeit und vermindert damit die Schmerzen.

Dosierung bei Hunden:
Je nach Größe/Beschwerden des Hundes 1 – 3 x / Tag 3- 10 Tropfen

Anwendung:
Tropfen auf etwas Wasser geben lassen, eine Zeitlang offen stehen lassen, damit der Alkohol verdunsten kann, dann mit einer Spritze ohne Nadel aufnehmen und direkt ins Maul geben.


Rhus toxicodendron C 30
dt. Giftsumach

Arzneibild:
Folge von Überanstrengung
was bei „Behinderungen“ infolge von Arthrose immer gegeben ist, das der Hund versucht zu entlasten und es zu Überanstrengungen anderer Körperteile kommen kann.
Folge von Zug und Nässe, bewährt bei Muskelkater und Hexenschuss.
Bewegung bessert. Kälte verschlimmert.

Dosierung:
Anfangs einmal die Woche und beobachten, ob Besserung
In schlimmen Fälle auch täglich, u.a. lt. THP Petra Stein im Buch …“Naturheilpraxis Hunde“
Je nach Hund und Größe die Dosierung anpassen.


Schüssler Salze
Bei Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Arthrosen, rheumatische Beschwerden, Knochenbrüche, HD etc.

Nr. 4 Kalium chloratum D6
= löst faserhaltige Ausschwitzungen in Gelenken

Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6
= wirkt schmerzstillend und knochenaufbauend

Nr. 10 Natrium sulfuricum D6
= wirkt ausleitend

Nr. 11 Silicea D12
= Kieselsäure/Kieselerde = baut die Struktur u.a. von Gelenken auf und gibt ihnen Festigkeit, wirkt stabilisierend auf das Bindegewebe. Es gibt Festigkeit, Elastizität, ist an der Entstehung der Eiweißsubstanz, Kollagen beteiligt.

Nr. 12 Calcium sulfuricum D6
= Salz der Gelenke hilft bei altersbedingten degenerativen Erkrankungen der Gelenke, Bei Gelenkentzündung, rheumatischen Beschwerden, di verstärkt bei Wetterwechsel auftreten. Calciumsulfat kommt natürlicherweise im Knorpel vor. Die Sulfat-Ionen sind u.a. am Aufbau der Knorpelsubstanz beteiligt

Nr. 17 Manganum sulfuricum D6
= wirkt Stoffwechsel aktivierend

Nr. 22 Calcium corbonicum D6
= wirkt knochenaufbauend

Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12
= bei Verletzung innerlich und äußerlich generell
= Arthrose etc.!!! ist immer eine "innerliche Verletzung"
Ferrum wirkt allgemein schmerzstillend


Allgemeine Unterstützung:
Bewegungsbäder bei Tierphysiologen in speziellen Wasserlaufbändern, bzw. entsprechenden Wannen. Auf richtige Technik beim Hund achten (Kopf nicht nach oben/hinten überstreckt). Anfangs kürzere Behandlungszeiten um Muskelkater zu vermeiden.

Keine extreme portliche Belastungen.Keine Sprünge über Gräben, Bäche etc.

Statt große Gassi-Runden, je nach Erkrankungsfortschritt nur noch kleine, dafür dann häufiger mehrerer kleine Gassi-Runden.

Zusammenfassung:
Übertriebene Schonung ist ebenso schädlich, wie übertriebene Bewegung.
Wird das Gelenk nicht bewegt, schreitet der degenerative Prozess schneller voran, gleichzeitig verkümmern die Muskeln.
Mäßige aber regelmäßige Bewegung ist deshalb besonders wichtig.
Extreme Belastungen, abrupte Bewegungen sind zu vermeiden
Ideal sind
Schwimmen und Unterwassermassagen oder Aqua-Fitness, ruhige Spaziergänge, Bewegungsübungen wie leichte Arbeit zum Muskelaufbau.

Übergewicht langsam abbauen /Idealgewicht halten
Jedes Kilo zu viel belastet die Gelenke zusätzlich und fördert die Gewebezerstörung und damit Schmerzen.

Vitaminreiche und frische Kost, wie in der Frischfütterung schon durch Bio-Gemüse, Bio-Salat und Bio-Obst gefüttert wird.

Wichtig sind unbehandelte und unbelastete frische BIO-Lebensmittel, um unnötige Ablagerungen und Belastungen von Homotoxine zu vermeiden. Dies wird mit der sorgfältigen Frischfütterung des Hundes erfüllt.

Unbedingt vermehrt essentielle Fettsäuren wie Alpha Linonelsäure, Omega 3 Fettsäuren über hochwertige pfanzliche Öle wie Bio-Leinöl, Hanföl, etc. zuführen.
Diese hochgesättigte Fettsäuren können Entzündungsverläufe bremsen und sind für den gesamten Organismus essentiell = lebensnotwendig und müssen dem Hund zugeführt werden.
30 kg Hund sollte am TAG,
ca. 3 Esslöffel hochwertige Pflanzenöle bekommen.

Keine Supermarkt-Öle!!
Sondern nur solche hochwertigen Öle kaufen, die auch kühl gelagert angeboten werden!!!
Diese Öle dann innerhalb von 2-3 Monaten aufbrauchen und im Kühlschrank lagern.

Keine Fischöle!!
In diesem Sinn, kann man statt der oft empfohlenen einmaligen Fischmahlzeit pro Woche, dem Hund gern zwei oder drei Fischmahlzeiten statt Fleisch anbieten.

Je nach Verträglichkeit
.
Hier auf eine Ausgewogenheit von fettreichen (Hering, Makrele, Sardine, Lachs (roter Salm) etc. und fettarmen Fischsorten (Kabeljau, Seelachsfilet, Rotbarsch etc.)

Die richtige Hundeernährung kann helfen

  • Entzündungen zu hemmen und
  • den Knochen-/Knorpelaufbau zu fördern und
  • den gesunden Hund langfristig gesund zu erhalten.


Eine genetische Disposition, egal welcher Art, ist leider nicht immer zu verhindern.

Das Beste für unsere Hunde zu tun, hat aber noch nie geschadet.


Hinweise:
Bitte entsprechend unsere Forumsregeln zur Kenntniss nehmen !!
anklicken

Copyright (c) gertrud laubhan-sauerwein / Boxermaus
2007 - 2009


Zuletzt von Boxermaus am Di 3 Jun 2008 - 14:55 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
avatar
Boxermaus
Forumsbetreiberin

Weiblich Anzahl der Beiträge : 18582
Alter : 61
Anmeldedatum : 28.03.08

http://boxermaus.forumieren.de

Nach oben Nach unten

Re: Bewegungsapparat, Gelenke, Arthrose & Co. bei Hunden - Infos/Links/Hinweise

Beitrag  Gesponserte Inhalte


Gesponserte Inhalte


Nach oben Nach unten

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben

- Ähnliche Themen

 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten